alltägliches,  Entspannung

Wieder zurück

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr hattet einen wunderschönen Start in den Sommer. Für viele von euch steht jetzt bald der Urlaub an. Juhuu!

Die letzten Wochen durfte ich in Dänemark verbringen. Nun bin ich wieder da, noch mit Sand hinter den Ohren und dem Geruch von Salz (und ein bisschen Fisch) in den Haaren.

Bis zuletzt hatten wir dran gezweifelt, ob wir fahren können…irgendwie war seit 2020 der Wurm drin. Corona hat das nicht besser gemacht.

Februar 2020
Sturm. Ich liebe Sturm. Eigentlich. Denn in einem Holzhaus, nur 7 Meter von der Steilküste entfernt, ist Sturm eine ganz andere Hausnummer. Der Gatte und ich kommunizieren schreiend, über Orkanböen hinweg, miteinander und ich schlafe mit Oropax, um wenigstens nicht mit anhören zu müssen, wenn wir Nachts ins Meer stürzen.

Aber wenigstens fördert diese Umgebung das Gebetsleben.

Irgendwann sind unsere Nerven vom Wind und der Lautstärke so weit runtergeschüttelt, dass wir überlegen das Haus zu wechseln und dorthin zu fahren, wo wir sonst immer sind. Doch dann…Corona. Und so fuhren wir nach Hause. Ein wenig enttäuscht aber doch dankbar in einem gemauerten Haus, weit weg von Steilküsten zu wohnen.

November 2020

Keine Hausexperimente mehr! Wir fahren in unser Stammhaus das so schön eingekuschelt am Hafen liegt. Auftanken 2020 – der zweite Versuch.
Bereits am Anfang vom Herbst zeichnet sich jedoch ab: November in Dänemark können wir vergessen. Deutschland bleibt zu Hause – wie der Rest der Welt auch. Also warten wir das neue Jahr ab. Und wenn wir zu Hause sind, hab ich wenigstens einen Grund das Haus für den Geburtstag von Jesus so richtig zu dekorieren.

Der März kommt bestimmt. Und März in Dänemark ist eh am schönsten.

März 2021
Ich könnte vor Frust in die Tischplatte beißen.
Den Versuch zu Hause Urlaub zu machen gebe ich nach einer Woche auf. Ich kann einfach nicht abschalten. Dinge rumliegen zu sehen, die mir zuschreien, dass sie gemacht werden wollen, stresst mich mehr, als sie einfach zu tun. Bin enttäuscht und irgendwie wütend. Ich weiß nur nicht auf wen.

Juni 2021
Im Stundentakt aktualisiere ich die Einreisebestimmungen nach Dänemark. Es hat sich herausgestellt, dass wir fahren dürfen – wenn wir 10 Tage lang vor Ort das Haus nicht verlassen. Keine rosigen Aussichten. Aber wenigstens könnten wir das Meer sehen und winken. Also wenigstens blaugraue Aussichten. Das genügt mir. Ich will aus meinem Hochhaus raus und ans Meer, selbst wenn ich es nur durch Glas sehen kann. Lagerkoller.

Kurz bevor wir aufbrechen ändern sich die Regeln: wir dürfen nicht nur fahren, sondern bei zwei negativen Test sogar das Haus verlassen. Beide Tests sind negativ.

Und so stehe ich, während in Deutschland die erste Hitzewelle die Menschen an Seen und in Freibäder treibt, bei 19 Grad und Wind (kein Sturm…definitiv kein Sturm) am Meer.

Dankbar. Müde von den letzten 1 1/2 Jahren. Lächelnd. Mit einem Koffer voll Bücher und drei Wochen Zeit im Gepäck.

Eigentlich wollte ich ein paar Texte für den Blog schreiben. Habe ich aber nicht. Ich habe geschlafen. War spazieren. Habe gegessen und auf’s Meer geschaut. Und ich habe das gemacht, wozu mir lange die Muse gefehlt hat: endlich mal wieder mit Jesus einen Kaffee getrunken. Ohne Druck. Ohne Antworten auf Fragen zu wollen. Einfach nur dasitzen. Gegenwart genießen. Nähe spüren. Manchmal ist Beten doch ganz einfach.

6 Comments

  • christina

    Wie schön, dass es nun endlich geklappt hat und ihr wieder das wunderbare Meer sehen konntet! (denn am Meer ist der Herr!).
    Und wie schön, dass ihr wieder zurück seid! Und dass deine Worte hier wieder so wunderbar fließen… wie erfrischende Meereswellen….

    • Tine

      Ach du Liebe. Danke, dass ihr unserem kleinen Mitbewohner einen Balkonurlaub ermöglicht habt. Und für die lieben Nachrichten von zu Hause. Ich muss zugeben, dass ich nach den drei Wochen ganz schön Heimweh nach euch hatte.

  • Vera

    Ich freue mich auch sehr, wieder von Dir zu lesen. Die schönen Fotos laden zum Träumen ein. Das hast Du genau richtig gemacht, einfach nur am Meer SEIN nach all dem Hoffen und Bangen. Für mich gibt es auch fast keinen anderen Ort, an dem das so gelingt und ich wieder mal ganz entspannt im Rhythmus der Wellen atmen, genießen, den Kopf frei bekommen kann und Gottes Nähe spüre. Hoffe sehr, dass es für uns im September auch wieder möglich wird. In unserer Küche hängen gerade zwei Kalenderbilder vom Meer und den Bergen, die ich oft sehnsuchtsvoll anschaue. Bin aber auch dankbar, hier in einer schönen Gegend zu wohnen und die Möglichkeit für kleine Auszeiten zu haben. Auf unsere gemeinsame Auszeit demnächst freu ich mich schon sehr. Liebe Grüße von Vera

    • Tine

      Oh ja liebe Vera, ich bin auch schon ganz gespannt. Und ich freue mich so sehr darauf dich kennen zu lernen. So ganz in echt und ohne Internet dazwischen. Und es stimmt…du wohnst wirklich wunderschön, zumindest wenn es nach den Fotos geht, die du ab und zu schickst. Die haben Kalenderqualität.

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