
Raum für Dankbarkeit
Dankbarkeit. Eigentlich wollte ich nach letzter Woche jeden Morgen mit einem kurzen Moment der Dankbarkeit beginnen. Das hatte ich mir sehr schön vorgestellt. Morgens am offenen Fenster stehen, die kühle Morgenluft einatmen und dann an ein paar Dinge denken, für die ich dankbar bin. Und am Abend ebenfalls mit einem Lächeln im Bett liegen, über die schönen Momente des Tages nachdenken und Danke sagen.
Warum habe ich das eigentlich nicht gemacht? Weil es im Alltag verschüttet ging. Mal wieder.
Aber wenigstens habe ich jetzt eine halbe Stunde Zeit. Zeit auf der Couch. Mit einem Kaffee – natürlich. Und mit schöner Musik in meinen Kopfhörern. Zeit, in der sich meine Gedanken mal nicht um das drehen, was gerade nicht funktioniert, was mich frustriert oder wo ich mich überfordert und müde fühle. Zeit, um das Schöne anzuschauen. Um mich herum und vielleicht auch in mir. Zeit, um mal Danke zu sagen.
Danke Jesus, dass…
…du da bist, auch wenn ich mal wieder für Tage oder Wochen mein eigenes Zentrum bin und mein Ego dich völlig verdrängt hat.
…ich wieder laufen und wandern kann.
…es Menschen gibt, die mich lieb haben und die ich lieb haben kann.
…für die Sicherheit meiner Wohnung.
…für den kühlen Abendwind nach einem langen, warmen Sommertag.
…dass ich gut genug für dich bin. Mehr als das.
…dass aus meinem Wasserhahn kühles, frisches Wasser kommt.
…dass Freunde ihren Garten mit mir teilen.
…für mein Bett. Denn ich liebe mein Bett.
…dass es so viele kreative Menschen gibt, die mit ihrer Kunst neue Türen in meinem Kopf aufmachen.
…für Himbeeren.
…für so viele schöne Bibelübersetzungen und -drucke.
…für Musik.
…dass ich mit Sorgen und Problemen zu dir kommen kann und ich durch Gebet meine Hilflosigkeit abstreifen kann.
Und danke an euch, für all die wunderbaren Kommentare und Mails.