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Anker in der Zeit

Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. 
Philipper 4,6

Gerade passiert sehr viel in der Welt. Und auch wenn ich zu denen gehöre, die keine Tageszeitung abonniert haben und auch nicht gezielt für die Tagesschau den Rechner hochfahren, so schafften es die Infos der letzten Wochen doch nicht unbemerkt an mir vorbei. Anschläge, verrücktspielendes Wetter, Waldbrände, politische Machtkämpfe und Entscheidungen, die mir mehr als Bauchschmerzen bereiten.

Und mein Leben? Das läuft völlig normal und unbeeindruckt weiter. Sommerfeste, Grillparty, einer Braut winken, die sich auf den weizengelben Stoppelfeldern mit ihren Blumenmädchen fotografieren lässt.

Für viele ist es die schönste Zeit im Jahr. Jetzt, wo fast überall Ferien sind, wo die Nacht lau und die Luft voll von Sommergerüchen ist. Und obwohl ich es mit der Wärme nicht so habe, kann ich mich dem Zauber des Sommers doch nicht entziehen. Ich genieße es barfuß durch unsere Kleinstadt zu laufen, abends, wenn Gesprächsfetzen, Lachen und Musik aus den Cafés zu mir hinaus auf die Straße schwappen. Ich genieße es auf der Brücke stehen zu bleiben, auf den kleinen Fluß zu sehen, auf dem in diesem Jahr so viele Boote schwimmen. Ich genieße die einsamen Spaziergänge in den Auen in der Dämmerung und die langen Nachtstunden auf dem Balkon.

Während um mich herum die Welt langsam aus den Fugen gerät. Oder tut sie das nicht? War es schon immer so verrückt und ich nehme es nur bewusster wahr? Etwas in mir ist zerrissen und ich fühle mich hilflos. Bei Politik durchzusteigen ist mir (sehr zum Leidwesen meines Vaters), nie gelungen. Meinen ökologischen Fußabdruck versuche ich möglichst klein zu halten, bin dabei aber nicht halb so konsequent, wie ich sein sollte. Wie verhält man sich richtig, was ist richtig? Eine schwierige Frage in einer Welt, welche den Begriff von ‚Wahrheit‘ in das Reich der Subjektivität verbannt hat.

Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. 
Philipper 4,6

Dieser Vers wird mir in diesen Tagen immer wichtiger. Ich muss mich nicht Sorgen um Dinge, die ich weder steuern, noch komplett durchschauen kann. Gebet ist keine Flucht in Passivität. Es verbindet mich mit einem Gott, dessen Herz für die Menschen brennt. Im Gebet kann ich etwas von dieser Liebe begreifen und zu meiner machen. Ich kann meine Sorgen tauschen gegen den Blick Gottes. Ich kann für Mensch und Natur mit Bitten und Flehen eintreten. Und gleichzeitig dankbar sein, für all das, was ich habe.

4 Comments

  • Bettina

    Liebe Tine,
    Wie wahr was du schreibst!
    Und wie gut, dass Beten so eine wunderbare Möglichkeit ist, sich am Weltgeschehen zu beteiligen!
    Auch wenn wir vieles nicht verstehen oder einordnen können!
    Sei herzlich gegrüßt, Bettina

  • Damaris

    Durch deinen text spricht gott mitten in mein herz und zeigt mir, was ruhe in meine gequälten gedanken und ohnmachtsgefühle bringt: ich darf beten und gott hat den überblick.
    Danke für deinen blog.
    Segensgrüsse, damaris

    • Tine

      Liebe Damaris,
      danke für den Kommentar. Ich bin immer wieder sprachlos und dankbar, dass Gott diesen Blog wirklich nutzt und zu Leuten spricht. Das macht mir Mut weiterzumachen.
      Vielen lieben Dank! Segen dir.
      Tine

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