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Smells like cookies

Heute ist ein traurig-Tag. Oder vielleicht ist traurig das falsche Wort. Niedergeschlagen. Ja, niedergeschlagen trifft es eher. Dieses Gefühl saß schon auf meiner Brust, als ich wach geworden bin. Und es ließ sich weder durch Kaffee, noch durch einen Pulli abschütteln auf dem schwungvoll ’smells like cookies‘ steht. Draußen regnet es, es ist kalt und irgendwie…klebrig. Die Wolken hängen tief überm Remstal und die leuchtenden Herbstfarben erzählen heute von Abschied und Verlust und weniger von beginnender Ruhe und Einkehr.

Heute fühle ich mich schwach. Hilflos. Ein bisschen wie die Blätter da unten auf dem nassen Asphalt. Ein Windstoß würde genügen, um sie fortzuwehen, wenn der Regen sie nicht fest auf den Untergrund geklebt hätte. Ich fühle mich auch festgeklebt. Unbeweglich. Und trotzdem ohne eigene Kraft, mich gegen den Wind stellen zu können.

In Epheser 6 steht: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. (Eph 6,10)

Ein Vers, den ich auswendig kann. Doch wenn mich jemand bitten würde ihn spontan zu erklären, käme ich ganz schön in’s Rudern.

Was heißt es, in Jesus, im Herrn, stark zu sein?

  • Die eigene Schwachheit erfahren. Nicht nur im Kopf, sondern im Leben. Hilflosigkeit, wenn keine Disziplin, keine Kontakte, kein Geld etwas ändern können. Mit der Hilflosigkeit kommt die Angst und die Verzweiflung.
  • Dann fällt es mir wieder ein: Jesus sitzt am Ruder. Überall und in jeder Situation. Weder Politik, noch Krankheit, noch Schicksal können etwas ausrichten, ohne vorher das Okay von Gott einholen zu müssen.
  • Jesus hat einen Plan für diese Welt, sie ist ihm nicht gleichgültig.
  • Ich bin Jesus auch nicht gleichgültig. Jesus übersieht nichts. Auch mich nicht. Ich muss nichts Besonderes sein um für Gott jemand Besonderes zu sein.
  • Ich bin ein Teil im Plan von Jesus.
  • Wenn Jesus mich sendet, dann macht er auch Türen auf. Ich kann das nicht kontrollieren. Ich kann nur vertrauen.
  • Mein Vertrauen zu Jesus macht mich stark. Weil Jesus stark ist und alle Macht hat. Und weil ich seine Botin bin, geschützt, geliebt, gesehen, gesendet.

Draußen regnet es immer noch. Und ich bin immer noch niedergeschlagen. Ich fühle mich nicht hoffnungsvoll, nicht gesehen, nicht gesendet. Trotzdem weiß ich, dass es wahr ist. Weil Jesus es gesagt hat. Also halte ich mich daran fest und warte, bis die Gefühle nachrücken. Und während ich warte, gehe ich raus in den Regen und hole mir was leckeres vom Bäcker. ‚Smells like cookies….oder Hörnchen.‘

2 Comments

  • Songbird

    Oh ja, solche Tage gibt es!!! Und du machst es genau richtig: Du richtest deinen Blick weiter auf Jesus und hältst an IHM fest, hoffst auf IHN (und das lässt Jesu Herz höher schlagen!) Und dann werden deine Gefühle auch bald hinterherstolpern 😉
    Ich höre in solch einer Stimmung gerne mal das Lied „Still looking back at me“ von Jon Thurlow. Kannst ja mal reinhören, wenn du magst.
    Christina

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