{"id":967,"date":"2020-10-12T19:47:55","date_gmt":"2020-10-12T17:47:55","guid":{"rendered":"http:\/\/nurheute.net\/?p=967"},"modified":"2020-10-12T19:47:56","modified_gmt":"2020-10-12T17:47:56","slug":"gemeinsam","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=967","title":{"rendered":"Gemeinsam"},"content":{"rendered":"\n<p>Nun ist es wirklich richtig Herbst. Ein sehr nasser und kalter Herbst bisher. P\u00fcnktlich zum Rucksack packen und im Wald verschwinden, \u00f6ffnete der Himmel seine Pforten und es sch\u00fcttete, was runter kam. Schweren Herzens mussten Ruth und ich unsere Wanderwoche canceln. Stattdessen gab es im Schwarzwald ein paar Wellnesstage &#8211; f\u00e4ngt ja auch mit &#8218;W&#8216; an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ruhe tat gut. Ausschlafen, lesen, lange Gespr\u00e4che bei Kaffee und Kuchen. Und dann doch noch mal raus in den Wald, als es eine kurze Regenpause gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Es f\u00e4llt mir leichter zu beten, wenn Ruth dabei ist. \u00dcberhaupt f\u00e4llt es mir meist leichter mich auf Jesus zu konzentrieren, wenn ich andere Christen um mich herum habe. Menschen, die mich in den Lobpreis f\u00fchren. Menschen, die ihre Erkenntnisse und Erlebnisse teilen, die sie mit Jesus haben. Menschen, die f\u00fcr und mit mir beten und f\u00fcr und mit denen ich beten darf. Wir Christen sind keine Einzelk\u00e4mpfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Sonntag waren wir zum ersten Mal seit April wieder in unseren Gemeinder\u00e4umen. Der Gottesdienstraum war bis auf den letzten Platz belegt. Was nicht daran liegt, dass meine kleine schnuckelige Gemeinde pl\u00f6tzlich auf ein paar hundert Leute angewachsen w\u00e4re, sondern daran, dass die St\u00fchle soweit auseineiander stehen m\u00fcssen. Es war sch\u00f6n nach der Sommerpause wieder gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Aber es f\u00e4llt mir noch immer schwer, meine Freunde und Weggef\u00e4hrten nicht umarmen zu k\u00f6nnen. Noch schwerer f\u00e4llt es mir, als Mitverantwortliche diese Entscheidung zu treffen und zu \u00fcberwachen. Abzuw\u00e4gen zwischen verantwortungsbewusster Vorsicht und vern\u00fcnftiger Gelassenheit. Es will mir nicht richtig gelingen. Die Situation \u00fcberfordert mich und einmal mehr bin ich froh, nicht politisch weitreichende Entscheidungen treffen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem war der Gottesdienst sch\u00f6n. Ich hatte keinen Dienst und durfte einfach nur konsumieren. Durfte eine Predigt h\u00f6ren, die jemand anderes in der letzten Woche f\u00fcr uns vorbereitet hat. Durfte dem Lobpreis lauschen und darin versinken, den jemand anderes f\u00fcr uns geprobt hat. Durfte mein Herz in Gebete einklinken, die jemand anderes f\u00fcr uns formulierte. Das alles ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Nach der Sommerpause und mit all dem geforderten Abstand und den Regelungen, wird mir das nur noch mehr bewusst.<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr ein Segen, dass wir uns haben, dass wir gemeinsam unterwegs sein k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist es wirklich richtig Herbst. Ein sehr nasser und kalter Herbst bisher. P\u00fcnktlich zum Rucksack packen und im Wald verschwinden, \u00f6ffnete der Himmel seine Pforten und es sch\u00fcttete, was runter kam. Schweren Herzens mussten Ruth und ich unsere Wanderwoche canceln. Stattdessen gab es im Schwarzwald ein paar Wellnesstage &#8211; f\u00e4ngt ja auch mit &#8218;W&#8216; an. Die Ruhe tat gut. Ausschlafen, lesen, lange Gespr\u00e4che bei Kaffee und Kuchen. Und dann doch noch mal raus in den Wald, als es eine kurze Regenpause gab. Es f\u00e4llt mir leichter zu beten, wenn Ruth dabei ist. \u00dcberhaupt f\u00e4llt es mir meist leichter mich auf Jesus zu konzentrieren, wenn ich andere Christen um mich herum habe. Menschen, die mich in den Lobpreis f\u00fchren. Menschen, die ihre Erkenntnisse und Erlebnisse teilen, die sie mit Jesus haben. Menschen, die f\u00fcr und mit mir beten und f\u00fcr und mit denen ich beten darf. Wir Christen sind keine Einzelk\u00e4mpfer. Diesen Sonntag waren wir zum ersten Mal seit April wieder in unseren Gemeinder\u00e4umen. Der Gottesdienstraum war bis auf den letzten Platz belegt. Was nicht daran liegt, dass meine kleine schnuckelige Gemeinde pl\u00f6tzlich auf ein paar hundert Leute angewachsen w\u00e4re, sondern daran, dass die St\u00fchle soweit auseineiander stehen m\u00fcssen. Es war sch\u00f6n nach der Sommerpause wieder gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Aber es f\u00e4llt mir noch immer schwer, meine Freunde und Weggef\u00e4hrten nicht umarmen zu k\u00f6nnen. 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