{"id":951,"date":"2020-09-15T02:55:00","date_gmt":"2020-09-15T00:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nurheute.net\/?p=951"},"modified":"2020-09-14T14:56:22","modified_gmt":"2020-09-14T12:56:22","slug":"neustart","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=951","title":{"rendered":"Neustart"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute Morgen f\u00e4llt es mir so schwer mich zu motivieren. Das Aufstehen hat schon alle Kraft verbraucht. Dabei ist heute eigentlich ein sch\u00f6ner Tag. Die Sonne geht blutrot auf und am Himmel zeigt sich keine einzige Wolke. Der Tag verspricht warm genug zu werden um baden zu gehen (was ich den ganzen Sommer \u00fcber \u00fcbrigens kein einziges Mal getan habe) aber k\u00fchl genug, um nicht mit nacktem Bauch platt wie eine Flunder auf den kalten Fliesen liegen zu wollen. Ich greife nach meinem Handy und h\u00f6re die neuste Sprachnachricht einer Freundin ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gespr\u00e4che, die ich mit Freundinnen f\u00fchre, klingen in den letzten Tagen alle irgendwie \u00e4hnlich. Hier in Baden-W\u00fcrttemberg geht die Schule wieder los und die Kids sind aufgeregt. F\u00fcr manche der Zwerge ist es das erste Mal Schule. Oder das erste Mal Kindergarten. Ein Schulwechsel, Klassenwechsel. Alte Freunde wieder treffen, neue finden. Die allgegenw\u00e4rtigen Fragen: Werde ich das schaffen? Bin ich den Herausforderungen gewachsen? Was kommt auf mich zu? M\u00f6gen mich die anderen?<\/p>\n\n\n\n<p>Spannend, wie wenig sich die gro\u00dfen Lebensfragen \u00e4ndern, egal wie alt man ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch mein Alltag nimmt wieder an Fahrt auf, wie ich erschrocken feststellen muss. Pl\u00f6tzlich f\u00fcllt sich der Kalender, wie er es immer im Herbst tut. Aber wegen Corona dachte ich dieses Jahr irgendwie, es w\u00fcrde langsamer gehen. Ich habe es immer noch nicht geschafft Urlaub zu machen. Meine vollmundigen Ank\u00fcndigungen von &#8218;Tine allein im Wald&#8216; habe ich nicht umgesetzt, sondern Woche f\u00fcr Woche verschoben. In der einen Woche war es zu hei\u00df, in der n\u00e4chsten Woche zu viel zu tun. &#8218;Nur noch schnell&#8216; das eine zu Ende machen, dann kann ich mir bestimmt ein paar Tage frei nehmen. Und pl\u00f6tzlich ist das Jahr rum. Naja, noch nicht ganz, aber wenn ich in den Kalender schaue, dann halt irgendwie doch.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr sowas hat man dann Freunde. Ruth meldete sich pl\u00f6tzlich, sie will wandern. Das w\u00fcrde ich doch auch wollen? Ja? Gro\u00dfartig! Wann? Ach, in der zweiten Oktoberwoche hast du noch keinen festen Termin. Super, dann ist das gebongt.&#8220; Und zack, schon hab ich Urlaub &#8218;gebucht&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p>Und pl\u00f6tzlich stellt sich die Frage: Schaff ich das? Wird der Weg nicht zu anstrengend, ist das Vorhaben nicht zu gro\u00df?<\/p>\n\n\n\n<p>Aber zum Gl\u00fcck bin ich nicht allein. Zum Gl\u00fcck ist Ruth dabei. Und Jesus. Sind wir schon zu dritt. Mit zwei Leuten unterwegs, die mich gut kennen und trotzdem ihre Freizeit mit mir hibbeligen und manchmal viel zu schweigsamen Wesen verbringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, die gro\u00dfen Lebensfragen. Ich glaube, auf die Frage &#8222;schaff ich das&#8220;, werde ich keine abschlie\u00dfende Antwort finden. Denn in der Regel werden mir Situationen in denen ich ein spontanes &#8222;klar schaffe ich das, hab ich schon mal gemacht.&#8220; sehr schnell zu eng und ich suche mir was neues. Oder ich werde in neue Situationen geschupst. So wie die Kindergarten- und Schulkinder gerade. Aber wenn man Freunde an seiner Seite hat, ist alles nur noch halb so wild.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#8222;Jesus, ich danke dir, dass du mit uns in und durch jede Situation gehst. Danke, dass dir nichts zu klein und nichts zu schwer ist. Ich bitte dich vor allem f\u00fcr die ganzen Schul- und Kindergartenkinder und ihre Familien, dass du sie durch diese aufregende Zeit begleitest. Dass du ihnen Mut gibst, Freunde an die Seite stellst und ihnen zeigst, dass auch du nicht von ihrer Seite weichst. Ich danke dir. Amen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Morgen f\u00e4llt es mir so schwer mich zu motivieren. Das Aufstehen hat schon alle Kraft verbraucht. Dabei ist heute eigentlich ein sch\u00f6ner Tag. Die Sonne geht blutrot auf und am Himmel zeigt sich keine einzige Wolke. Der Tag verspricht warm genug zu werden um baden zu gehen (was ich den ganzen Sommer \u00fcber \u00fcbrigens kein einziges Mal getan habe) aber k\u00fchl genug, um nicht mit nacktem Bauch platt wie eine Flunder auf den kalten Fliesen liegen zu wollen. Ich greife nach meinem Handy und h\u00f6re die neuste Sprachnachricht einer Freundin ab. Die Gespr\u00e4che, die ich mit Freundinnen f\u00fchre, klingen in den letzten Tagen alle irgendwie \u00e4hnlich. Hier in Baden-W\u00fcrttemberg geht die Schule wieder los und die Kids sind aufgeregt. F\u00fcr manche der Zwerge ist es das erste Mal Schule. Oder das erste Mal Kindergarten. Ein Schulwechsel, Klassenwechsel. Alte Freunde wieder treffen, neue finden. Die allgegenw\u00e4rtigen Fragen: Werde ich das schaffen? Bin ich den Herausforderungen gewachsen? Was kommt auf mich zu? M\u00f6gen mich die anderen? Spannend, wie wenig sich die gro\u00dfen Lebensfragen \u00e4ndern, egal wie alt man ist. Auch mein Alltag nimmt wieder an Fahrt auf, wie ich erschrocken feststellen muss. Pl\u00f6tzlich f\u00fcllt sich der Kalender, wie er es immer im Herbst tut. Aber wegen Corona dachte ich dieses Jahr irgendwie, es w\u00fcrde langsamer gehen. Ich habe es immer noch nicht geschafft Urlaub zu machen. Meine vollmundigen Ank\u00fcndigungen von &#8218;Tine allein im Wald&#8216; habe ich nicht umgesetzt, sondern Woche f\u00fcr Woche verschoben. In der einen Woche war es zu hei\u00df, in der n\u00e4chsten Woche zu viel zu tun. &#8218;Nur noch schnell&#8216; das eine zu Ende machen, dann kann ich mir bestimmt ein paar Tage frei nehmen. Und pl\u00f6tzlich ist das Jahr rum. Naja, noch nicht ganz, aber wenn ich in den Kalender schaue, dann halt irgendwie doch. F\u00fcr sowas hat man dann Freunde. Ruth meldete sich pl\u00f6tzlich, sie will wandern. Das w\u00fcrde ich doch auch wollen? Ja? Gro\u00dfartig! Wann? Ach, in der zweiten Oktoberwoche hast du noch keinen festen Termin. Super, dann ist das gebongt.&#8220; Und zack, schon hab ich Urlaub &#8218;gebucht&#8216;. Und pl\u00f6tzlich stellt sich die Frage: Schaff ich das? Wird der Weg nicht zu anstrengend, ist das Vorhaben nicht zu gro\u00df? Aber zum Gl\u00fcck bin ich nicht allein. Zum Gl\u00fcck ist Ruth dabei. Und Jesus. Sind wir schon zu dritt. Mit zwei Leuten unterwegs, die mich gut kennen und trotzdem ihre Freizeit mit mir hibbeligen und manchmal viel zu schweigsamen Wesen verbringen.&nbsp; Ja, die gro\u00dfen Lebensfragen. Ich glaube, auf die Frage &#8222;schaff ich das&#8220;, werde ich keine abschlie\u00dfende Antwort finden. Denn in der Regel werden mir Situationen in denen ich ein spontanes &#8222;klar schaffe ich das, hab ich schon mal gemacht.&#8220; sehr schnell zu eng und ich suche mir was neues. Oder ich werde in neue Situationen geschupst. So wie die Kindergarten- und Schulkinder gerade. Aber wenn man Freunde an seiner Seite hat, ist alles nur noch halb so wild. &#8222;Jesus, ich danke dir, dass du mit uns in und durch jede Situation gehst. Danke, dass dir nichts zu klein und nichts zu schwer ist. Ich bitte dich vor allem f\u00fcr die ganzen Schul- und Kindergartenkinder und ihre Familien, dass du sie durch diese aufregende Zeit begleitest. 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