{"id":925,"date":"2020-08-18T01:03:18","date_gmt":"2020-08-17T23:03:18","guid":{"rendered":"http:\/\/nurheute.net\/?p=925"},"modified":"2020-08-17T13:14:41","modified_gmt":"2020-08-17T11:14:41","slug":"zwischen-frust-und-dankbarkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=925","title":{"rendered":"Zwischen Frust und Dankbarkeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Wochenende waren wir auf Gemeindefreizeit. Aufgrund von Corona waren wir mengenm\u00e4\u00dfig stark dezimiert. Gesichtsmasken, Desinfektionsmittel und Sonderregelungen begleiteten uns durch die Tage. Gleichzeitig war vieles entspannter. Weniger Programm, vielleicht auch weniger Erwartungen meinerseits.<\/p>\n\n\n\n<p>Gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig war ich am herumschlittern. Ist es richtig, was wir hier tun? Ist es okay sich zu treffen? Wie finde ich es, dass viele sich gegen die Freizeit entschieden haben? <\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin weder ein Corona-Paniker noch ein Corona-Leugner. Ich sehe in der Pandemie weder das Ende der Menschheit noch einen Fake, angezettelt von Regierungen und Geheimorganisationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte mich und andere nicht mit \u00dcbervorsicht einsperren und sehe manche Regelungen eher kritisch. Gleichzeitig stresst mich die unbek\u00fcmmerte Sorglosigkeit einiger, die oft schon in R\u00fccksichtslosigkeit \u00fcbergeht. Und da f\u00fchle ich mich dann auch als Christ aufgerufen. Wenn es darum geht Schw\u00e4chere zu sch\u00fctzen, dann sollte das doch kein Neuland f\u00fcr mich sein, immerhin handelt die ganze Bibel davon. Und dass der Schutz von Schw\u00e4cheren oft mit Selbsteinschr\u00e4nkungen einhergeht, ist ja nun auch nichts neues. Ich muss nicht alles verstehen und nicht alles teilen. Aber ich sterbe nicht davon, wenn ich meine Freiheit nicht zu 100 Prozent ausleben kann. Und doch leide ich darunter, manche Menschen nur zu sehen und nicht umarmen zu k\u00f6nnen. Mich mit einigen nur im Freien zu treffen, weil sie aus R\u00fccksicht auf gef\u00e4hrdete Familienmitglieder versuchen Treffen in geschlossenen R\u00e4umen zu meiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich musste ich mich an diesem Wochenende entscheiden, auf was ich meine Aufmerksamkeit richten will. Zum Gl\u00fcck \u00fcbt Jesus grad das mit der Dankbarkeit mit mir. Mein Frust der ersten Stunden, wurde zunehmend weniger. Das Lachen h\u00e4ufiger. Und wieder einmal durfte ich feststellen: Wenn ich anderen Raum gebe und es zulasse, dass auch andere mir dienen, dann ist das mit Gemeinde eine richtig tolle Sache. <\/p>\n\n\n\n<ul><li>Danke, dass wir uns trotz Corona treffen konnten.<\/li><li>Danke f\u00fcr unsere herzlichen und liebevollen Hauseltern, die den ganzen Tag hinter uns her desinfiziert haben.<\/li><li>Danke f\u00fcr das entspannte Programm, die Gespr\u00e4che, das Essen. <\/li><li>Danke, dass wir aufgrund der kleinen Gruppe so eine intensive Zeit miteinander haben konnten. <\/li><li>Danke f\u00fcr den Spa\u00df, das Lachen, die tiefen Gespr\u00e4che. <\/li><li>Danke, dass wir miteinander auskamen, obwohl wir viele Dinge unterschiedlich sehen, nicht nur bei Coronathemen.<\/li><li>Danke, dass wir wieder ein St\u00fcck lernen konnten, auf die Bed\u00fcrfnisse der anderen zu achten.<\/li><li>Danke, dass du es bist, der Gemeinde will und m\u00f6glich macht. Es ist sch\u00f6n dich im Zentrum zu haben. <\/li><li>Danke f\u00fcr Kuchen und Wassermelone. <\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende waren wir auf Gemeindefreizeit. Aufgrund von Corona waren wir mengenm\u00e4\u00dfig stark dezimiert. Gesichtsmasken, Desinfektionsmittel und Sonderregelungen begleiteten uns durch die Tage. Gleichzeitig war vieles entspannter. Weniger Programm, vielleicht auch weniger Erwartungen meinerseits. Gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig war ich am herumschlittern. Ist es richtig, was wir hier tun? Ist es okay sich zu treffen? Wie finde ich es, dass viele sich gegen die Freizeit entschieden haben? Ich bin weder ein Corona-Paniker noch ein Corona-Leugner. Ich sehe in der Pandemie weder das Ende der Menschheit noch einen Fake, angezettelt von Regierungen und Geheimorganisationen. Ich m\u00f6chte mich und andere nicht mit \u00dcbervorsicht einsperren und sehe manche Regelungen eher kritisch. 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Zum Gl\u00fcck \u00fcbt Jesus grad das mit der Dankbarkeit mit mir. Mein Frust der ersten Stunden, wurde zunehmend weniger. Das Lachen h\u00e4ufiger. Und wieder einmal durfte ich feststellen: Wenn ich anderen Raum gebe und es zulasse, dass auch andere mir dienen, dann ist das mit Gemeinde eine richtig tolle Sache. Danke, dass wir uns trotz Corona treffen konnten. Danke f\u00fcr unsere herzlichen und liebevollen Hauseltern, die den ganzen Tag hinter uns her desinfiziert haben. Danke f\u00fcr das entspannte Programm, die Gespr\u00e4che, das Essen. Danke, dass wir aufgrund der kleinen Gruppe so eine intensive Zeit miteinander haben konnten. Danke f\u00fcr den Spa\u00df, das Lachen, die tiefen Gespr\u00e4che. Danke, dass wir miteinander auskamen, obwohl wir viele Dinge unterschiedlich sehen, nicht nur bei Coronathemen. Danke, dass wir wieder ein St\u00fcck lernen konnten, auf die Bed\u00fcrfnisse der anderen zu achten. Danke, dass du es bist, der Gemeinde will und m\u00f6glich macht. 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