{"id":89,"date":"2019-10-29T06:12:00","date_gmt":"2019-10-29T06:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/laufforum24.de\/?p=89"},"modified":"2020-02-21T00:27:03","modified_gmt":"2020-02-21T00:27:03","slug":"kaltes-wetter-notprogramm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=89","title":{"rendered":"Kaltes Wetter Notprogramm"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Es ist fast November. Heute, w\u00e4hrend eines Telefonats ist es mir pl\u00f6tzlich aufgefallen. Ich meine &#8211; nicht, dass ich nicht t\u00e4glich das Datum auf irgendwelchen Bl\u00e4ttern oder Formlaren vermerken w\u00fcrde. Aber irgendwie es mir trotzdem durchgerutscht. In Gedanken war ich bei Ende September.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herbst hat gehalten was er versprochen hat. Er wurde k\u00fchler, aber war trotzdem warm. Nass, aber immer noch sonnig. Und die letzten Tage haben in allen Farben geleuchtet. Heute ist es drau\u00dfen grau, fast so, als wolle der Oktober dem November eine Br\u00fccke bauen. Ich erlebe all das fast ausschlie\u00dflich durch mein Fenster schauend &#8211; das ich mal wieder putzen sollte.<br>Aufgaben fesseln mich an den Schreibtisch. Eigentlich bin ich ganz gerne hier. Aber seit ein paar Tagen hat mich die Sehnsucht \u00fcberfallen. Die Sehnsucht einfach den Rucksack zu packen und f\u00fcr ein paar Tage in die W\u00e4lder zu verschwinden. Mein Zeitplan l\u00e4sst es nicht zu und wird es auch die n\u00e4chsten Wochen nicht zulassen. Das wusste ich vorher, immerhin habe ich mich f\u00fcr jede einzelne Aufgabe entschieden, die im Posteingangsk\u00f6rbchen liegt. Aber nun f\u00e4llt es mir eben doch nicht leicht in meinem Alltag festzustecken und nicht ausbrechen zu k\u00f6nnen. Der letzte Ausbruch scheint so furchtbar lange her.<\/p>\n\n\n\n<p>Und deswegen habe ich mich nun entschieden, die Zeit, die f\u00fcr den Blogartikel reserviert ist, f\u00fcr meine diesj\u00e4hrige &#8218;Bucketlist&#8216; zu verwenden. Meine Kalt-Wetter-Liste. Dinge, die ich tun kann, auch wenn mich mein Alltag nicht losl\u00e4sst. Kleine Sternenmomente, ohne daf\u00fcr den gro\u00dfen Ausbruch zu brauchen. Gerade hab ich das so bitter n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher: Kaffee gekocht, auf den roten Sessel im Arbeitszimmer gekuschelt und ein bisschen vor mich hingetr\u00e4umt, bis das L\u00e4cheln und die Vorfreude zur\u00fcck sind.<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Zimtschnecken backen. Und zwar diese riesigen unvern\u00fcnftig gro\u00dfen.<\/li><li>Einen Vormittag frei nehmen und in den Wald gehen. Hei\u00dfen Tee nicht vergessen!<\/li><li>Abends Kerzen anz\u00fcnden. (Ja, auch dann, wenn ich eigentlich lieber gleich auf die Couch will.)<\/li><li>Eine Liste mit all meinen Lieben machen und danke sagen, f\u00fcr diese wunderbaren Menschen in meinem Leben.<\/li><li>Mich bei jemandem einladen, der einen Kamin hat.<\/li><li>K\u00fcrbissuppe essen.<\/li><li>Einen &#8217;stillen Nachmittag&#8216; mit Jesus planen und machen.<\/li><li>Abends spazieren gehen und mir Geschichten zu den beleuchteten Fenstern ausdenken.<\/li><li>Die Schublade mit den Schals sortieren und alle Probe tragen.<\/li><li>H\u00f6rb\u00fccher h\u00f6ren und malen.<\/li><li>Sanddornsaft kaufen und dann &#8218;hei\u00dfen Sanddorn&#8216; trinken. Fast wie an der Nordsee.<\/li><li>Einen Abend mit ganz viel Lobpreis und Gebet und Lachen organisieren.<\/li><li>Einen Bis-zum-Advent-Kalender besorgen.<\/li><li>Alle Karten und Mails, die ich bekommen habe und die mir pers\u00f6nlich etwas bedeuten zusammensammeln und zu einem kleinen Heft binden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist fast November. Heute, w\u00e4hrend eines Telefonats ist es mir pl\u00f6tzlich aufgefallen. Ich meine &#8211; nicht, dass ich nicht t\u00e4glich das Datum auf irgendwelchen Bl\u00e4ttern oder Formlaren vermerken w\u00fcrde. Aber irgendwie es mir trotzdem durchgerutscht. In Gedanken war ich bei Ende September. Der Herbst hat gehalten was er versprochen hat. Er wurde k\u00fchler, aber war trotzdem warm. Nass, aber immer noch sonnig. Und die letzten Tage haben in allen Farben geleuchtet. Heute ist es drau\u00dfen grau, fast so, als wolle der Oktober dem November eine Br\u00fccke bauen. Ich erlebe all das fast ausschlie\u00dflich durch mein Fenster schauend &#8211; das ich mal wieder putzen sollte.Aufgaben fesseln mich an den Schreibtisch. Eigentlich bin ich ganz gerne hier. Aber seit ein paar Tagen hat mich die Sehnsucht \u00fcberfallen. Die Sehnsucht einfach den Rucksack zu packen und f\u00fcr ein paar Tage in die W\u00e4lder zu verschwinden. Mein Zeitplan l\u00e4sst es nicht zu und wird es auch die n\u00e4chsten Wochen nicht zulassen. Das wusste ich vorher, immerhin habe ich mich f\u00fcr jede einzelne Aufgabe entschieden, die im Posteingangsk\u00f6rbchen liegt. Aber nun f\u00e4llt es mir eben doch nicht leicht in meinem Alltag festzustecken und nicht ausbrechen zu k\u00f6nnen. Der letzte Ausbruch scheint so furchtbar lange her. Und deswegen habe ich mich nun entschieden, die Zeit, die f\u00fcr den Blogartikel reserviert ist, f\u00fcr meine diesj\u00e4hrige &#8218;Bucketlist&#8216; zu verwenden. Meine Kalt-Wetter-Liste. Dinge, die ich tun kann, auch wenn mich mein Alltag nicht losl\u00e4sst. Kleine Sternenmomente, ohne daf\u00fcr den gro\u00dfen Ausbruch zu brauchen. Gerade hab ich das so bitter n\u00f6tig. Daher: Kaffee gekocht, auf den roten Sessel im Arbeitszimmer gekuschelt und ein bisschen vor mich hingetr\u00e4umt, bis das L\u00e4cheln und die Vorfreude zur\u00fcck sind. Zimtschnecken backen. Und zwar diese riesigen unvern\u00fcnftig gro\u00dfen. Einen Vormittag frei nehmen und in den Wald gehen. Hei\u00dfen Tee nicht vergessen! Abends Kerzen anz\u00fcnden. (Ja, auch dann, wenn ich eigentlich lieber gleich auf die Couch will.) Eine Liste mit all meinen Lieben machen und danke sagen, f\u00fcr diese wunderbaren Menschen in meinem Leben. Mich bei jemandem einladen, der einen Kamin hat. K\u00fcrbissuppe essen. Einen &#8217;stillen Nachmittag&#8216; mit Jesus planen und machen. Abends spazieren gehen und mir Geschichten zu den beleuchteten Fenstern ausdenken. Die Schublade mit den Schals sortieren und alle Probe tragen. H\u00f6rb\u00fccher h\u00f6ren und malen. Sanddornsaft kaufen und dann &#8218;hei\u00dfen Sanddorn&#8216; trinken. Fast wie an der Nordsee. Einen Abend mit ganz viel Lobpreis und Gebet und Lachen organisieren. Einen Bis-zum-Advent-Kalender besorgen. 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