{"id":843,"date":"2020-05-19T01:01:00","date_gmt":"2020-05-18T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nurheute.net\/?p=843"},"modified":"2020-05-18T13:33:07","modified_gmt":"2020-05-18T11:33:07","slug":"die-erkenntnis-von-nass-und-trocken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=843","title":{"rendered":"Die Erkenntnis von Nass und Trocken"},"content":{"rendered":"\n<p>In den vergangen Wochen sa\u00dfen der Gatte und ich fast jeden Abend im Wohnzimmer und haben uns unterhalten. Das machen wir auch ansonsten ab und zu, aber selten mit so viel Zeit und so wenig Aufgaben im Hinterkopf. Gespr\u00e4che, die einfach sein d\u00fcrfen, ohne, dass man etwas zu kl\u00e4ren und abzusprechen hat, sind wertvoll. Und leider selten, zumindest bei mir.&nbsp; Gespr\u00e4che, die kein Ziel haben, au\u00dfer sich gegenseitig zuzuh\u00f6ren, sich selbst und den anderen immer besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war in den ersten Tagen wirklich schwierig. Oft sa\u00dfen wir da und haben uns angeschwiegen. Doch nach und nach kamen die Themen (um fair zu sein&#8230;das ein oder andere Glas Wein hat als Starthilfe herhalten m\u00fcssen). Und mit den Themen neue Themen, neue Fragen, mehr Interesse, mehr verstehen. Gemeinschaft macht Lust auf Gemeinschaft. Das ist in der Ehe so, in Freundschaften, in der Gemeinde. Und mit Gott ist es auch so, davon bin ich \u00fcberzeugt. Diese Zeiten, in denen wir einfach bei Jesus sitzen, um bei ihm zu sein. Ohne, dass wir sonderlich viel wollen. Die Zeiten, wo wir ihm ein Lied singen, ein wenig in der Bibel schm\u00f6kern, in der Sch\u00f6pfung spazieren gehen, malen oder sonst etwas tun &#8211; zweckfrei Zeit verbringen. Um seiner selbst willen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Worauf ich hinaus wollte war, dass der Gatte und ich uns dar\u00fcber unterhalten haben, wie Gott jeweils zu uns spricht. Und was er uns f\u00fcr Gaben gegeben hat. Mein Mann ist da bez\u00fcglich sich selbst sehr zur\u00fcckhaltend. Doch vor ein paar Wochen platzte es pl\u00f6tzlich eines Abends aus ihm heraus: &#8222;Ich glaube, Gott spricht zu mir, indem er mir coole Bilder oder Beispiele f\u00fcr biblische Sachverhalte schenkt. Bilder, die Menschen helfen, Gott besser zu verstehen. Und ich liebe es, dass Gott so zu mir spricht. Das macht mir Spa\u00df, wenn ich wieder eine neue Idee bekomme.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Selten habe ich meinen Mann so strahlen gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter zeigt er mir einen Text, den er geschrieben hatte. Und weil ich den Text so sch\u00f6n finde, er mir weiterhilft und ich seitdem oft \u00fcber das Bild nachdenke, m\u00f6chte ich den Text heute mit euch teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel Spa\u00df damit!<\/p>\n\n\n\n<p>1.Mose 2, 15-17 nach der NG\u00dc: <em>Gott nahm also den Menschen und brachte ihn in den Garten Eden. Er \u00fcbertrug ihm die Aufgabe den Garten zu bearbeiten und zu sch\u00fctzen, und ordnete an: &#8222;Du darfst die Fr\u00fcchte aller B\u00e4ume im Garten essen. Nur von dem Baum, der zur Erkenntnis von Gut und B\u00f6se f\u00fchrt, darfst du nicht essen. Sobald du das tust, wirst du sterben!&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Am Anfang der Zeit erschuf Gott der Herr ein unglaublich luxuri\u00f6ses Passagierschiff, bis zum Rand gef\u00fcllt mit modernsten Annehmlichkeiten und Leckerbissen. Er inspizierte das Schiff zusammen mit seinen erschaffenen Menschen Adam und Eva, zeigte ihnen die ganze Pracht und alle M\u00f6glichkeiten des Schiffes, von der Kommandobr\u00fccke \u00fcber die Sonnendecks zu den Restaurants bis hinunter in die Wirtschaftsr\u00e4ume und den Maschinenraum im Bauch des Schiffes. Im untersten Deck angekommen kamen sie an ein gro\u00dfes rundes Bauteil im Schiffsrumpf und Gott sprach: \u201eDies ist der St\u00f6psel der Erkenntnis von Trockenheit und N\u00e4sse. Ihr d\u00fcrft alle Funktionen des Schiffes nutzen und ausf\u00fchren, ich \u00fcbergebe es in eure H\u00e4nde und Dienste. Aber dieses Bauteil sollt ihr nicht benutzen. An dem Tag, an dem ihr es benutzt werdet ihr sterben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Adam und Eva freuten sich \u00fcber das Geschenk und erkundeten die Meere. Eines Tages begegneten Adam und Eva bei einem Kontrollgang im Maschinenraum der Schlange und kamen mit ihr auf den geheimnisvollen St\u00f6psel zu sprechen. Die Schlange sprach: \u201eNein, ihr werdet keineswegs sterben, sondern Gott wei\u00df: an dem Tag, an dem ihr den St\u00f6psel herauszieht, werden eure Augen aufgetan und ihr werdet sein wie Gott und wissen was der Unterschied zwischen Trockenheit und N\u00e4sse ist. Da zogen Adam und Eva den St\u00f6psel heraus. Glugg Glugg.<\/p>\n\n\n\n<p>Seither ist die Menschheit in Seenot. Wir treiben auf einem uferlosen Meer, umgeben von den letzten paar Wrackteilen, die daran erinnern, dass uns einmal ein pr\u00e4chtiges Schiff anvertraut war. Der Unterschied zwischen Gut und B\u00f6se ist uns ebenso unmissverst\u00e4ndlich am eigenen Leibe klar geworden, wie der Unterschied zwischen trocken und nass. Wir sind ebenso nass bis auf die Knochen wie die Bibel uns sagt, dass wir b\u00f6se sind von Jugend an. Es liegt au\u00dferhalb unserer eigenen M\u00f6glichkeiten, die Uhr zur\u00fcckzudrehen. Wir k\u00f6nnen aus den Bruchst\u00fccken kein Schiff errichten. Es liegt nicht in unserer Hand, uns selbst wieder zur\u00fcck ins Trockene zu begeben. Dieser Umstand ist uns allerdings nicht klar. Weil unser Kopf aus dem Wasser ragt, sind wir der Meinung das 15% schon trocken und geschafft sind. Es kann doch nicht so schwierig sein kann den Rest auch noch zu erledigen. Man muss eben nur kr\u00e4ftiger strampeln. Zumindest liege ich nicht so tief im Wasser wie derjenige neben mir. Aber jede Welle, die \u00fcber uns zusammenschl\u00e4gt, taucht uns nur erneut unter in unsere fruchtlosen Bem\u00fchungen. Wir sind selbstverschuldet in ein lebensfeindlichen Umfeld geworfen und dem Tode durch Ertrinken geweiht, auch wenn wir einstweilen noch mit Leibeskr\u00e4ften Paddeln und Prusten. Einen Ausweg gibt es nur dann, wenn ein Rettungsboot kommt und zu uns hinausgreift um uns an Bord zu ziehen. Und wenn wir dann japsend und keuchend innerhalb des Bootes am Boden liegen, dann ist es das erste Mal im Leben, dass wir erfahren, was es bedeutet, im Trockenen zu sein. Was es bedeutet, an der Oberfl\u00e4che zu bleiben ohne zu strampeln. Was es bedeutet, auf See zu sein und nicht mehr im Meer. Aber dieses Seenotkreuzer kommt von einem Ort zu uns, den wir aus eigener Kraft nicht erreichen k\u00f6nnten. Jesus ist unser Seenotretter, der uns zu sich an Bord zieht. An Bord eines Schiffes das seet\u00fcchtig ist. Ein Schiff, dass man nicht als Schiffbr\u00fcchiger im Wasser liegend errichten kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangen Wochen sa\u00dfen der Gatte und ich fast jeden Abend im Wohnzimmer und haben uns unterhalten. Das machen wir auch ansonsten ab und zu, aber selten mit so viel Zeit und so wenig Aufgaben im Hinterkopf. Gespr\u00e4che, die einfach sein d\u00fcrfen, ohne, dass man etwas zu kl\u00e4ren und abzusprechen hat, sind wertvoll. Und leider selten, zumindest bei mir.&nbsp; Gespr\u00e4che, die kein Ziel haben, au\u00dfer sich gegenseitig zuzuh\u00f6ren, sich selbst und den anderen immer besser zu verstehen. Das war in den ersten Tagen wirklich schwierig. Oft sa\u00dfen wir da und haben uns angeschwiegen. Doch nach und nach kamen die Themen (um fair zu sein&#8230;das ein oder andere Glas Wein hat als Starthilfe herhalten m\u00fcssen). Und mit den Themen neue Themen, neue Fragen, mehr Interesse, mehr verstehen. Gemeinschaft macht Lust auf Gemeinschaft. Das ist in der Ehe so, in Freundschaften, in der Gemeinde. Und mit Gott ist es auch so, davon bin ich \u00fcberzeugt. Diese Zeiten, in denen wir einfach bei Jesus sitzen, um bei ihm zu sein. Ohne, dass wir sonderlich viel wollen. Die Zeiten, wo wir ihm ein Lied singen, ein wenig in der Bibel schm\u00f6kern, in der Sch\u00f6pfung spazieren gehen, malen oder sonst etwas tun &#8211; zweckfrei Zeit verbringen. Um seiner selbst willen. Doch darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Worauf ich hinaus wollte war, dass der Gatte und ich uns dar\u00fcber unterhalten haben, wie Gott jeweils zu uns spricht. Und was er uns f\u00fcr Gaben gegeben hat. Mein Mann ist da bez\u00fcglich sich selbst sehr zur\u00fcckhaltend. Doch vor ein paar Wochen platzte es pl\u00f6tzlich eines Abends aus ihm heraus: &#8222;Ich glaube, Gott spricht zu mir, indem er mir coole Bilder oder Beispiele f\u00fcr biblische Sachverhalte schenkt. Bilder, die Menschen helfen, Gott besser zu verstehen. Und ich liebe es, dass Gott so zu mir spricht. Das macht mir Spa\u00df, wenn ich wieder eine neue Idee bekomme.&#8220; Selten habe ich meinen Mann so strahlen gesehen. Ein paar Tage sp\u00e4ter zeigt er mir einen Text, den er geschrieben hatte. Und weil ich den Text so sch\u00f6n finde, er mir weiterhilft und ich seitdem oft \u00fcber das Bild nachdenke, m\u00f6chte ich den Text heute mit euch teilen. Viel Spa\u00df damit! 1.Mose 2, 15-17 nach der NG\u00dc: Gott nahm also den Menschen und brachte ihn in den Garten Eden. Er \u00fcbertrug ihm die Aufgabe den Garten zu bearbeiten und zu sch\u00fctzen, und ordnete an: &#8222;Du darfst die Fr\u00fcchte aller B\u00e4ume im Garten essen. Nur von dem Baum, der zur Erkenntnis von Gut und B\u00f6se f\u00fchrt, darfst du nicht essen. Sobald du das tust, wirst du sterben!&#8220; Am Anfang der Zeit erschuf Gott der Herr ein unglaublich luxuri\u00f6ses Passagierschiff, bis zum Rand gef\u00fcllt mit modernsten Annehmlichkeiten und Leckerbissen. Er inspizierte das Schiff zusammen mit seinen erschaffenen Menschen Adam und Eva, zeigte ihnen die ganze Pracht und alle M\u00f6glichkeiten des Schiffes, von der Kommandobr\u00fccke \u00fcber die Sonnendecks zu den Restaurants bis hinunter in die Wirtschaftsr\u00e4ume und den Maschinenraum im Bauch des Schiffes. Im untersten Deck angekommen kamen sie an ein gro\u00dfes rundes Bauteil im Schiffsrumpf und Gott sprach: \u201eDies ist der St\u00f6psel der Erkenntnis von Trockenheit und N\u00e4sse. Ihr d\u00fcrft alle Funktionen des Schiffes nutzen und ausf\u00fchren, ich \u00fcbergebe es in eure H\u00e4nde und Dienste. Aber dieses Bauteil sollt ihr nicht benutzen. An dem Tag, an dem ihr es benutzt werdet ihr sterben.\u201c Adam und Eva freuten sich \u00fcber das Geschenk und erkundeten die Meere. Eines Tages begegneten Adam und Eva bei einem Kontrollgang im Maschinenraum der Schlange und kamen mit ihr auf den geheimnisvollen St\u00f6psel zu sprechen. Die Schlange sprach: \u201eNein, ihr werdet keineswegs sterben, sondern Gott wei\u00df: an dem Tag, an dem ihr den St\u00f6psel herauszieht, werden eure Augen aufgetan und ihr werdet sein wie Gott und wissen was der Unterschied zwischen Trockenheit und N\u00e4sse ist. Da zogen Adam und Eva den St\u00f6psel heraus. Glugg Glugg. Seither ist die Menschheit in Seenot. Wir treiben auf einem uferlosen Meer, umgeben von den letzten paar Wrackteilen, die daran erinnern, dass uns einmal ein pr\u00e4chtiges Schiff anvertraut war. Der Unterschied zwischen Gut und B\u00f6se ist uns ebenso unmissverst\u00e4ndlich am eigenen Leibe klar geworden, wie der Unterschied zwischen trocken und nass. Wir sind ebenso nass bis auf die Knochen wie die Bibel uns sagt, dass wir b\u00f6se sind von Jugend an. Es liegt au\u00dferhalb unserer eigenen M\u00f6glichkeiten, die Uhr zur\u00fcckzudrehen. Wir k\u00f6nnen aus den Bruchst\u00fccken kein Schiff errichten. Es liegt nicht in unserer Hand, uns selbst wieder zur\u00fcck ins Trockene zu begeben. Dieser Umstand ist uns allerdings nicht klar. Weil unser Kopf aus dem Wasser ragt, sind wir der Meinung das 15% schon trocken und geschafft sind. Es kann doch nicht so schwierig sein kann den Rest auch noch zu erledigen. Man muss eben nur kr\u00e4ftiger strampeln. Zumindest liege ich nicht so tief im Wasser wie derjenige neben mir. Aber jede Welle, die \u00fcber uns zusammenschl\u00e4gt, taucht uns nur erneut unter in unsere fruchtlosen Bem\u00fchungen. Wir sind selbstverschuldet in ein lebensfeindlichen Umfeld geworfen und dem Tode durch Ertrinken geweiht, auch wenn wir einstweilen noch mit Leibeskr\u00e4ften Paddeln und Prusten. Einen Ausweg gibt es nur dann, wenn ein Rettungsboot kommt und zu uns hinausgreift um uns an Bord zu ziehen. Und wenn wir dann japsend und keuchend innerhalb des Bootes am Boden liegen, dann ist es das erste Mal im Leben, dass wir erfahren, was es bedeutet, im Trockenen zu sein. Was es bedeutet, an der Oberfl\u00e4che zu bleiben ohne zu strampeln. Was es bedeutet, auf See zu sein und nicht mehr im Meer. Aber dieses Seenotkreuzer kommt von einem Ort zu uns, den wir aus eigener Kraft nicht erreichen k\u00f6nnten. Jesus ist unser Seenotretter, der uns zu sich an Bord zieht. An Bord eines Schiffes das seet\u00fcchtig ist. 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