{"id":62,"date":"2020-01-20T07:56:00","date_gmt":"2020-01-20T07:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/laufforum24.de\/?p=62"},"modified":"2020-02-21T00:19:09","modified_gmt":"2020-02-21T00:19:09","slug":"entspannungsgedanken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=62","title":{"rendered":"Entspannungsgedanken"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Im Dezember hatte ich fast drei Wochen Pause. Ich bin also die letzte, die sich beschweren darf, wenn es um Entspannung geht. Doch jetzt haben wir Mitte Januar, und Weihnachten kommt mir unendlich weit entfernt vor. Der Alltag ist wieder da und mit ihm die Hoffnung einen gesunden Rhythmus zu entwickeln. Flei\u00dfig zu sein, aber nicht hektisch m\u00f6glichst alles m\u00f6glichst perfekt zu erledigen. Zu entspannen, aber dabei nicht zu versumpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte Woche f\u00fchlte ich mich, als w\u00fcrde ich wie ein ertrinkender im Aufgabenmeer auf den rettenden Sabbatstrand zupaddeln. Als ich endlich festen Grund unter den F\u00fc\u00dfen hatte, lag ich wie ein geprellter Frosch auf meiner Couch. Und wusste weder etwas mit mir, noch mit den 24 Stunden Freiraum anzufangen. Das gemeine ist: ungef\u00fcllter Raum f\u00fcllt sich meist sehr schnell von alleine. Da macht man schnell noch die W\u00e4sche, f\u00e4hrt schnell noch das Paket zur Post, kocht schnell noch f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage vor, usw. Und am Ende sind zwar die Aufgaben, die bei mir sonst gerne hinten runter fallen, erledigt. Aber ich bin eben auch erledigt und kein bisschen erholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie erholt man? Ich habe ein bisschen nachgedacht und Freundinnen gefragt, was man tun k\u00f6nnte, an einem freien Tag.<br>Manche Sachen, die es auf meine Liste geschafft haben, sind widerspr\u00fcchlich. Aber nicht jede Woche geht es mir gleich. Manchmal werden Dinge, die mich entspannen pl\u00f6tzlich zu Dingen, die mir Kraft rauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Ideen, wie man Freir\u00e4ume f\u00fcllen kann:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Ausschlafen<\/li><li>Meinen kleinen Rucksack packen und auf Expedition gehen. Direkt vor der Haust\u00fcr beginnen und schauen, wie weit ich komme. Und am Abend mit der Bahn zur\u00fcckfahren oder mich abholen lassen.<\/li><li>Den B\u00e4cker \u00fcberfallen und mir das sch\u00f6nste Geb\u00e4ckst\u00fcck raussuchen. Am Sabbat haben Geb\u00e4ckst\u00fccke n\u00e4mlich keine Kalorien (glaube ich).<\/li><li>Eine Deckenburg bauen und lesen oder einen Film schauen.<\/li><li>Im Bett bleiben und H\u00f6rbuch h\u00f6ren.<\/li><li>Eine kleine Shoppingtour durch die \u00f6rtliche Drogerie machen und mich hinterher mit der Beute von Kopf bis Fu\u00df durchpflegen.<\/li><li>Freunde besuchen.<\/li><li>In meine Malbibel malen.<\/li><li>Keine Freunde besuchen sondern Einsiedler sein. Handy aus, Telefon ausstecken und T\u00fcrklingel auf lautlos.<\/li><li>Mir einmal hemmungslos auf Youtube oder Netflix die Z\u00fcgel schie\u00dfen lassen.<\/li><li>Mein Zimmer neu dekorieren.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dezember hatte ich fast drei Wochen Pause. Ich bin also die letzte, die sich beschweren darf, wenn es um Entspannung geht. Doch jetzt haben wir Mitte Januar, und Weihnachten kommt mir unendlich weit entfernt vor. Der Alltag ist wieder da und mit ihm die Hoffnung einen gesunden Rhythmus zu entwickeln. Flei\u00dfig zu sein, aber nicht hektisch m\u00f6glichst alles m\u00f6glichst perfekt zu erledigen. Zu entspannen, aber dabei nicht zu versumpfen. Letzte Woche f\u00fchlte ich mich, als w\u00fcrde ich wie ein ertrinkender im Aufgabenmeer auf den rettenden Sabbatstrand zupaddeln. Als ich endlich festen Grund unter den F\u00fc\u00dfen hatte, lag ich wie ein geprellter Frosch auf meiner Couch. Und wusste weder etwas mit mir, noch mit den 24 Stunden Freiraum anzufangen. Das gemeine ist: ungef\u00fcllter Raum f\u00fcllt sich meist sehr schnell von alleine. Da macht man schnell noch die W\u00e4sche, f\u00e4hrt schnell noch das Paket zur Post, kocht schnell noch f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage vor, usw. Und am Ende sind zwar die Aufgaben, die bei mir sonst gerne hinten runter fallen, erledigt. Aber ich bin eben auch erledigt und kein bisschen erholt. Aber wie erholt man? Ich habe ein bisschen nachgedacht und Freundinnen gefragt, was man tun k\u00f6nnte, an einem freien Tag.Manche Sachen, die es auf meine Liste geschafft haben, sind widerspr\u00fcchlich. Aber nicht jede Woche geht es mir gleich. Manchmal werden Dinge, die mich entspannen pl\u00f6tzlich zu Dingen, die mir Kraft rauben. Ein paar Ideen, wie man Freir\u00e4ume f\u00fcllen kann: Ausschlafen Meinen kleinen Rucksack packen und auf Expedition gehen. Direkt vor der Haust\u00fcr beginnen und schauen, wie weit ich komme. Und am Abend mit der Bahn zur\u00fcckfahren oder mich abholen lassen. Den B\u00e4cker \u00fcberfallen und mir das sch\u00f6nste Geb\u00e4ckst\u00fcck raussuchen. Am Sabbat haben Geb\u00e4ckst\u00fccke n\u00e4mlich keine Kalorien (glaube ich). Eine Deckenburg bauen und lesen oder einen Film schauen. Im Bett bleiben und H\u00f6rbuch h\u00f6ren. Eine kleine Shoppingtour durch die \u00f6rtliche Drogerie machen und mich hinterher mit der Beute von Kopf bis Fu\u00df durchpflegen. Freunde besuchen. In meine Malbibel malen. Keine Freunde besuchen sondern Einsiedler sein. Handy aus, Telefon ausstecken und T\u00fcrklingel auf lautlos. Mir einmal hemmungslos auf Youtube oder Netflix die Z\u00fcgel schie\u00dfen lassen. 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