{"id":428,"date":"2017-08-29T07:59:51","date_gmt":"2017-08-29T07:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/laufforum24.de\/?p=428"},"modified":"2020-02-21T17:00:47","modified_gmt":"2020-02-21T17:00:47","slug":"anbetung-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=428","title":{"rendered":"Anbetung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Es geht ein leichter Wind. Ich pers\u00f6nlich glaube ja, dass der Wind Gottes Art ist, die Menschen zu streicheln. Erst letzte Woche habe ich mich mit einer Frau unterhalten, die zu dem gleichen Schluss gekommen ist. Es muss an der Theorie also was dran sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Rauschen des Wildbaches ist lauter, als ich es als Stadtmensch angenommen hatte. Der Stein auf dem ich sitze, ist warm von der Sonne und um mich herum zwitschern ein paar V\u00f6gel tapfer gegen die Wasserlautst\u00e4rke an. Hier bin ich. Unverhofft und ungeplant, mitten in der wundersch\u00f6nen Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Verh\u00e4ltnis zur Schweiz ist ein wenig zwiegespalten. Ich liebe die Menschen hier. Diese geraden, ehrlichen und charakterstarken Menschen. Und irgendwie liebe ich auch die Berge. Ich finde sie zwar furchteinfl\u00f6ssend und als von H\u00f6henangst geplagter Mensch, macht mir so manche Br\u00fccke wirklich zu schaffen. Aber die Natur der Schweiz ist letztendlich doch einfach nur eines: atemberaubend. Gleichzeitig ist das Selbstbewusstsein und der ungetr\u00fcbte Nationalstolz der Schweizer f\u00fcr mich, als historientraumatisierte Deutsche, ein wenig verst\u00f6rend. Meistens versuche ich das Sprechen zu vermeiden, damit niemand merkt, dass ich nicht dazu geh\u00f6re.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier bin ich. Zusammen mit meinem Mann, sind wir von einem Freund \u00fcbers Wochenende eingeladen worden. Die Jungs sehen sich Berg-Autorennen an und mein Mann hat im Anschluss jenes seltene Gl\u00e4nzen in den Augen, wenn er mir davon berichtet. M\u00e4nner sind schon wunderbare &#8211; und ein wenig seltsame &#8211; Gesch\u00f6pfe. Und heute steht ein Ausflug in die Berge an. Auch dieser mit dem Auto. Die Jungs genie\u00dfen sichtlich die Fahrt auf den engen und steilen Stra\u00dfen &#8211; links die Felswand, rechts der Abgrund &#8211;&nbsp; w\u00e4hrend ich auf dem R\u00fccksitz das Beten in einer ganz neuen Intensit\u00e4t lerne. Gerade machen wir Pause und die M\u00e4nner konnten dem Ger\u00f6ll nicht widerstehen und sind eine Runde klettern gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich? Ich sitze an diesem Wildbach. Die Auszeit findet in einem Zeitrahmen statt, der mich nicht \u00fcberfordert. Wie bereits letzte Woche beschrieben, bin ich Anf\u00e4ngerin im aktiven Entspannen. Und ein Tag oder sogar nur ein halber Tag an diesem perfekten St\u00fcckchen Erde, w\u00fcrde mich (noch) \u00fcberfordern. Meine Gedanken w\u00fcrden sich \u00fcberschlagen, ich w\u00fcrde unruhig werden und versuchen etwas zu tun. Irgendwas. Und wenn ich die Steine um mich herum nach Gr\u00f6\u00dfe sortieren w\u00fcrde. Aber eine halbe Stunde Auszeit geht. Ich habe ein Buch dabei, lese ein Kapitel. L\u00e4chle und beginne einzelnen Gedankeng\u00e4ngen nachzusp\u00fcren, w\u00e4hrend das Wasser quirlig gluckert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sehe mich um. Ich bin allein hier. Niemand au\u00dfer mir ist da. Die Jungs sind irgendwohin verschwunden. Ich beobachte die Wasserstrudel des&nbsp; Bachs. Es ist so wundersch\u00f6n. Und dann wird es mir bewusst:<strong>&nbsp;kein anderer Mensch auf diesem Planeten sieht gerade diesen Abschnitt der Welt. Nur ich. Aber die Szene ist dennoch da und wird mit all ihrer Pracht aufgef\u00fchrt. Was f\u00fcr ein Aufwand, was f\u00fcr eine Verschwendung an Sch\u00f6nheit.<\/strong>&nbsp;Als h\u00e4tte Gott gesagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Ich mach das hier grandios. Weil heute meine Tochter vorbeikommen wird. Sie wird hier sitzen und ich m\u00f6chte, dass sie staunt und sich freut. Ich will, dass es ihr die Sprache verschl\u00e4gt.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein wenig Hintergrundwissen: ich liebe Wasser. In jeglicher Form. Es beruhigt mich, wenn ich in der N\u00e4he von Wasser bin oder sogar darin plantschen darf.&nbsp; Ich mag es, k\u00fchles Wasser zu trinken. Das Meer ist f\u00fcr mich eines &#8211; wenn nicht das &#8211; Naturwunder Gottes; so wunderbar gro\u00df, wild, gewaltig und tief. Duschen ist mein Alltagshighlight; den Wassertropfen nachzusp\u00fcren, die alles mit sich nehmen: schlechte Tr\u00e4ume, Alltagsm\u00fchen, Schmutz, Schwei\u00df, Glitzerpuder vom euphorisch-unbeholfenen Basteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zeit an diesem gurgelnden Bach zu verbringen, ist f\u00fcr mich ein pures und unverdientes Geschenk.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man jetzt sagen: ja, aber es w\u00e4re auch genauso da und genau so sch\u00f6n gewesen, w\u00e4rst du nicht hierher gekommen; das ist total vermessen und hirnrissig so zu tun, als h\u00e4tte Gott das nur f\u00fcr dich gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das stimmt. Aber&#8230;ich bin da. Jetzt. Ich kann dieses Naturschauspiel sehen und genie\u00dfen. Und ich glaube genau daf\u00fcr bin ich, und jeder andere Mensch, gemacht.&nbsp;<strong>Wir sind dazu da uns die Welt anzusehen, zu stauen und mit freudiger, sich \u00fcberschlagender Stimme auszurufen: Jesus, das ist so unglaublich sch\u00f6n! Es ist fantastisch!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das ist Anbetung in ihrer reinsten Form<\/strong>. Das l\u00f6st das Bed\u00fcrfnis aus Lieder zu schreiben \u00fcber den, der sich solche Wunder ausdenken kann. Und ich glaube das genau hier ein St\u00fcck Ewigkeit stattfindet. Denn dieses Gef\u00fchl des Gl\u00fccks, der Gegenwart, der Dankbarkeit und der Freude \u00fcber die Sch\u00f6nheit ist das, was im Himmel stattfinden wird.&nbsp;<strong>Es hat etwas von tiefer Qualit\u00e4t und von Echtheit.<\/strong>&nbsp;Und ich bin \u00fcberzeugt, dass Gott Vater in diesem Moment strahlt, Jesus ansieht und sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#8222;F\u00fcr Momente wie diese, hat sich das alles doch gelohnt, oder?&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich erinnere mich gern an eine Situation in der Bibelschule. Es war Pause und ich warf einen Blick in den zweiten Seminarraum. Ein Freund hatte offensichtlich gerade ein Referat gehalten und der Bildschirmschoner &#8211; das Bild des nicht-lichtverschmutzten-sondern-klaren Sternenhimmels war zu sehen. Ich starrte staunend auf die abertausenden von Lichtpunkten. Mein Freund lehnte sich l\u00e4ssig neben mich in den T\u00fcrrahmen und meinte locker:&nbsp;<strong><em>&#8222;Toll, gell. Hat mein Papa gemacht.&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss zugeben, es brauchte einige Zeit, bis der Groschen bei mir fiel, dass er nicht das Foto, sondern das Motiv selbst meinte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist das was ich mir mehr w\u00fcnsche:<strong>&nbsp;einen Blick f\u00fcr die allt\u00e4glichen Wunder Gottes. Die Sch\u00f6nheit um mich herum bewusst wahrzunehmen und sie zu feiern. Der Ehrfurcht Raum zu geben<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut, ein Gebirgsbach ist f\u00fcr mich nun nicht gerade Alltag, er ist schon etwas Besonderes. Aber ich denke ihr wisst, was ich meine.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich will mich im Staunen verlieren.<\/strong>&nbsp;Bei dem Sonnenaufgang \u00fcber den Weinbergen, dem ersten lebendigem Gr\u00fcn im Fr\u00fchling, einem Wassertropfen auf einer Balkonpflanze in dem sich das Sonnenlicht bricht, einem Regenbogen, dem Tanzen von Pusteblumensamen oder dem Sternenhimmel in einer klaren Winternacht. Und dann<strong>&nbsp;die Freiheit zu haben Sch\u00f6nes sch\u00f6n zu nennen<\/strong>, mich kindlich daran zu freuen und dar\u00fcber den zu feiern, der sich das alles ausgedacht hat. In solchen Momenten kann ich ihn sp\u00fcren: den Lebenssinn. Und in solchen Momenten nehme ich zweierlei wahr. Die Freude daran zu leben und die Freude darauf, wenn ich nach Hause zu Jesus gehen werde um dort genau damit weiterzumachen, womit ich hier aufgeh\u00f6rt habe: Freude und Staunen \u00fcber einen kreativen, verschwenderisch liebenden Sch\u00f6pfergott.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-container-2 wp-block-gallery-1 wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"226\" height=\"402\" src=\"https:\/\/laufforum24.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/buchschweiz-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"430\" data-full-url=\"https:\/\/laufforum24.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/buchschweiz-1.jpg\" data-link=\"https:\/\/laufforum24.de\/?attachment_id=430\" class=\"wp-image-430\" srcset=\"http:\/\/nurheute.net\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/buchschweiz-1.jpg 226w, http:\/\/nurheute.net\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/buchschweiz-1-169x300.jpg 169w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"226\" height=\"402\" src=\"https:\/\/laufforum24.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/klammschweiz.jpg\" alt=\"\" data-id=\"431\" data-full-url=\"https:\/\/laufforum24.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/klammschweiz.jpg\" data-link=\"https:\/\/laufforum24.de\/?attachment_id=431\" class=\"wp-image-431\" srcset=\"http:\/\/nurheute.net\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/klammschweiz.jpg 226w, http:\/\/nurheute.net\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/klammschweiz-169x300.jpg 169w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht ein leichter Wind. 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Ich beobachte die Wasserstrudel des&nbsp; Bachs. Es ist so wundersch\u00f6n. Und dann wird es mir bewusst:&nbsp;kein anderer Mensch auf diesem Planeten sieht gerade diesen Abschnitt der Welt. Nur ich. Aber die Szene ist dennoch da und wird mit all ihrer Pracht aufgef\u00fchrt. Was f\u00fcr ein Aufwand, was f\u00fcr eine Verschwendung an Sch\u00f6nheit.&nbsp;Als h\u00e4tte Gott gesagt: Ich mach das hier grandios. Weil heute meine Tochter vorbeikommen wird. Sie wird hier sitzen und ich m\u00f6chte, dass sie staunt und sich freut. Ich will, dass es ihr die Sprache verschl\u00e4gt. Ein wenig Hintergrundwissen: ich liebe Wasser. In jeglicher Form. Es beruhigt mich, wenn ich in der N\u00e4he von Wasser bin oder sogar darin plantschen darf.&nbsp; Ich mag es, k\u00fchles Wasser zu trinken. Das Meer ist f\u00fcr mich eines &#8211; wenn nicht das &#8211; Naturwunder Gottes; so wunderbar gro\u00df, wild, gewaltig und tief. Duschen ist mein Alltagshighlight; den Wassertropfen nachzusp\u00fcren, die alles mit sich nehmen: schlechte Tr\u00e4ume, Alltagsm\u00fchen, Schmutz, Schwei\u00df, Glitzerpuder vom euphorisch-unbeholfenen Basteln. Diese Zeit an diesem gurgelnden Bach zu verbringen, ist f\u00fcr mich ein pures und unverdientes Geschenk. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man jetzt sagen: ja, aber es w\u00e4re auch genauso da und genau so sch\u00f6n gewesen, w\u00e4rst du nicht hierher gekommen; das ist total vermessen und hirnrissig so zu tun, als h\u00e4tte Gott das nur f\u00fcr dich gemacht. Das stimmt. Aber&#8230;ich bin da. Jetzt. Ich kann dieses Naturschauspiel sehen und genie\u00dfen. Und ich glaube genau daf\u00fcr bin ich, und jeder andere Mensch, gemacht.&nbsp;Wir sind dazu da uns die Welt anzusehen, zu stauen und mit freudiger, sich \u00fcberschlagender Stimme auszurufen: Jesus, das ist so unglaublich sch\u00f6n! Es ist fantastisch! Das ist Anbetung in ihrer reinsten Form. Das l\u00f6st das Bed\u00fcrfnis aus Lieder zu schreiben \u00fcber den, der sich solche Wunder ausdenken kann. Und ich glaube das genau hier ein St\u00fcck Ewigkeit stattfindet. Denn dieses Gef\u00fchl des Gl\u00fccks, der Gegenwart, der Dankbarkeit und der Freude \u00fcber die Sch\u00f6nheit ist das, was im Himmel stattfinden wird.&nbsp;Es hat etwas von tiefer Qualit\u00e4t und von Echtheit.&nbsp;Und ich bin \u00fcberzeugt, dass Gott Vater in diesem Moment strahlt, Jesus ansieht und sagt: &#8222;F\u00fcr Momente wie diese, hat sich das alles doch gelohnt, oder?&#8220; Ich erinnere mich gern an eine Situation in der Bibelschule. Es war Pause und ich warf einen Blick in den zweiten Seminarraum. Ein Freund hatte offensichtlich gerade ein Referat gehalten und der Bildschirmschoner &#8211; das Bild des nicht-lichtverschmutzten-sondern-klaren Sternenhimmels war zu sehen. Ich starrte staunend auf die abertausenden von Lichtpunkten. Mein Freund lehnte sich l\u00e4ssig neben mich in den T\u00fcrrahmen und meinte locker:&nbsp;&#8222;Toll, gell. Hat mein Papa gemacht.&#8220; Ich muss zugeben, es brauchte einige Zeit, bis der Groschen bei mir fiel, dass er nicht das Foto, sondern das Motiv selbst meinte. Das ist das was ich mir mehr w\u00fcnsche:&nbsp;einen Blick f\u00fcr die allt\u00e4glichen Wunder Gottes. Die Sch\u00f6nheit um mich herum bewusst wahrzunehmen und sie zu feiern. Der Ehrfurcht Raum zu geben. Gut, ein Gebirgsbach ist f\u00fcr mich nun nicht gerade Alltag, er ist schon etwas Besonderes. Aber ich denke ihr wisst, was ich meine. Ich will mich im Staunen verlieren.&nbsp;Bei dem Sonnenaufgang \u00fcber den Weinbergen, dem ersten lebendigem Gr\u00fcn im Fr\u00fchling, einem Wassertropfen auf einer Balkonpflanze in dem sich das Sonnenlicht bricht, einem Regenbogen, dem Tanzen von Pusteblumensamen oder dem Sternenhimmel in einer klaren Winternacht. 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