{"id":426,"date":"2017-09-05T07:58:00","date_gmt":"2017-09-05T07:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/laufforum24.de\/?p=426"},"modified":"2020-02-21T17:15:23","modified_gmt":"2020-02-21T17:15:23","slug":"ueber-die-scham","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=426","title":{"rendered":"\u00dcber die Scham"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Meine Pause geht weiter. T\u00e4glich kann ich ein bisschen besser loslassen. In den Tag hinein leben. Ausmisten. In meinem Inneren und auch in der Wohnung. Bei uns stapeln sich gerade Kartons und S\u00e4cke mit Dingen, die wir weggeben werden, weil wir sie nicht brauchen. Und dabei kann ich sp\u00fcren, wie das Atmen leichter wird. Die Zimmer wirken pl\u00f6tzlich gr\u00f6\u00dfer, heller und irgendwie freier. Ich werde euch noch davon schreiben. In ein paar Wochen, sobald ich das Gef\u00fchl habe zu wissen, wo diese Reise hingeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ansonsten finde ich gerade viel Zeit zum Nachdenken. Auch hier sortiere ich aus. Schreibe. Fasse in Worte, was mir sonst wie ein glitschiger Fisch durch die Finger rutscht. Und wenn ich es formuliert habe, \u00fcberlege ich mir, ob ich behalten m\u00f6chte oder loslassen. Dieses Reflektieren hat bereits vor einigen Wochen angefangen. Folgender Text entstand w\u00e4hrend einer Schreibwerkstatt Ende Juni. Gerade ist das Thema bei mir wieder sehr aktuell. Und da ich merke, das auch einige von euch damit zu k\u00e4mpfen haben, m\u00f6chte ich es gerne teilen. Vielleicht hilft es der ein oder anderen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUnsere Christine, die ist halt fester, nicht so zart.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Satz, den ich oft geh\u00f6rt habe, ohne mich dabei an eine konkrete Situation erinnern zu k\u00f6nnen. Ich habe ihn so oft geh\u00f6rt\u2026irgendwann wurde er zu meiner Identit\u00e4t. Ich bin halt &#8218;fester&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p>Fester. Das ist ein Wort, das ich hassen gelernt habe. Ein Wort, bei dem mir heute noch die Tr\u00e4nen in die Augen steigen w\u00fcrden, w\u00fcrde mich jemand so bezeichnen. Fester, das bedeutet in meiner Familie so viel wie: gedrungen, klein, grobe Knochen. Etwas, bei dem man zupacken kann, ohne es gleich kaputt zu machen. Mein Problem war, dass ich mich innerlich \u00fcberhaupt nicht &#8218;fest&#8216; f\u00fchlte. Ich f\u00fchlte mich zerbrechlich. So zerbrechlich wie das chinesische Porzellan meiner Oma, das wir Kinder nicht anfassen durften. Nur sah man in mir wohl eher den steinernen Bierkrug.<\/p>\n\n\n\n<p>Was h\u00e4tte ich mir gew\u00fcnscht zart zu sein. Meine Mutter hatte drei kleine Porzellanfig\u00fcrchen. M\u00e4dchen in gr\u00fcnen Turnanz\u00fcgen, die in drei verschiedenen Gymnastikposen gegossen waren. Als Kind sa\u00df ich oft einen ganzen Nachmittag lang vor der Vitrine und betrachtete sie. In Gedanken davon tr\u00e4umend so sein zu k\u00f6nnen wie diese zartgliedrigen Wesen. Ich nahm Kassetten (die \u00c4lteren unter uns erinnern sich) auf, Zusammenschnitte aus Musik und Wortschnipseln meiner Lieblingsfilme. Und dann versank ich in diesen selbst zusammengestellten Geschichten. Hier war ich T\u00e4nzerin, zart, zerbrechlich und federleicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Realit\u00e4t war ich beim Judo, beim Schwimmen und half meinem Vater bei seinen Basteleien mit L\u00f6tkolben und Zangen im Keller.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann akzeptierte ich meine \u00e4u\u00dfere Form und versteckte meine Innere. Das Gef\u00fchl falsch zu sein, da ich mich so ganz anders f\u00fchlte als ich wahrgenommen wurde, wurde zur festen Gewissheit. Ich lernte zu schweigen, zu \u00fcberspielen und weite Kleidung zu tragen, um meinen groben K\u00f6rper zu verstecken. Dass bei so einem Verhalten nat\u00fcrlich die gemeinen Kommentare von gleichaltrigen Jungs nicht ausblieben versteht sich von selbst. Das untermauerte meine Annahme \u00fcber mein Selbstbild nur noch: sch\u00f6n, zart und zerbrechlich sind andere. Aber nicht ich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam das Studium. Ich startete als Unsichtbare. Als die ersten Pr\u00fcfungen anstanden, lernte ich Tag und Nacht in meiner Studentenwohnung und, ohne die Kochk\u00fcnste meiner Mutter, ern\u00e4hrte ich mich fast einen Monat lang nur von Tee. Nun war ich \u2013 wie ich heute wei\u00df \u2013 schon damals nicht dick. Ich war v\u00f6llig normal und gesund. Aber nach dieser mehr oder weniger unfreiwilligen Teekur, war ich untergewichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nun kam etwas, was mich bis heute w\u00fctend und unsicher&nbsp;macht. Denn mein Umfeld reagierte positiv. Die Jungs in meinem Studiengang luden mich pl\u00f6tzlich abends auf einen Drink ein, meine Freundinnen reagierten neidisch-bewundernd und mein damaliger Freund stolz. Lachend bemerkte er, dass meine Hosen wie Clownshosen an mir h\u00e4ngen w\u00fcrden und dass ich ein bezauberndes Wesen sei. Bezaubernd. Wesen. Vielleicht ein bisschen wie eine T\u00e4nzerin?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg in die Essst\u00f6rung war breit, geteert und in allen Farben glitzernd.&nbsp; Es ging so leicht hinein. Und so schwer wieder heraus. Ich m\u00f6chte hier nicht \u00fcber diese Essst\u00f6rung schreiben, \u00fcber Ana, wie ich sie nannte. Sie hat bereits zu viel Platz in meinem Leben beansprucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte an Jesus denken. Der kam n\u00e4mlich kurz nachdem Ana bei mir einzog. Er kam so leise und unaufdringlich, dass ich ihn zun\u00e4chst gar nicht bewusst wahrnahm. Ich m\u00f6chte an seine ruhige Stimme denken, die ich in der schlimmsten Zeit meines Verhungerns das erste Mal wahrnahm. \u00dcber Jesus, der mit seiner Geduld und Treue t\u00e4glich Z\u00e4rtlichkeiten in mein Herz fl\u00fcsterte. Unerm\u00fcdlich. Immer wieder. Oft \u00fcber die Bibel, selten \u00fcber Tr\u00e4ume, immer wieder \u00fcber Menschen der Gemeinde, in die ich nun h\u00e4ufiger ging. Anfangs wollte ich diese Worte nicht h\u00f6ren, konnte sie nicht annehmen. Ich habe mich gesch\u00e4mt, dass ich nun Gott zum L\u00fcgen verf\u00fchre, denn das was er mir sagte, konnte unm\u00f6glich wahr sein. Erst nach und nach wurde mir diese innere Reaktion bewusst. Ich bezichtigte Gott der L\u00fcge, weil mir das, was er sagte, so unglaublich erschien.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Zeit konnte ich Jesus unverkrampfter zuh\u00f6ren. Inzwischen, nach einigen Jahren, will ich ihm glauben und werde immer neugieriger auf seinen Blick. Und je mehr ich ihm glaube, desto mehr bekomme Wut auf eine Welt, die wundervollen Gesch\u00f6pfen Gottes vermittelt minderwertig, nicht liebenswert oder nicht richtig zu sein. Nicht zu gen\u00fcgen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich zu Jesus Ja gesagt habe, beschloss ich mein Leben zum Lobpreis werden zu lassen. Ich glaube, dass es zum gr\u00f6\u00dften Lobpreis geh\u00f6rt&nbsp;<a href=\"http:\/\/nurheute.net\/index.php\/de\/item\/200-anbetung\">Sch\u00f6nes sch\u00f6n zu nennen<\/a>. Also will ich das tun. Mich selbst und auch andere. Auch, wenn inzwischen das ein oder andere R\u00f6llchen meine H\u00fcfte ziert und Cellulite mich jeden Morgen im Badezimmer fr\u00f6hlich begr\u00fc\u00dft. Ich habe eine weibliche Figur, mit eher breiteren H\u00fcften. Meine Beine sind im Vergleich zum Rest kurz. Daf\u00fcr sind meine F\u00fc\u00dfe gro\u00df. That&#8217;s life. Aber ich lache gerne. Und langsam zeigen sich die ersten bleibenden Lachf\u00e4ltchen um meine Augen. Diese Charakterf\u00e4ltchen liebe ich. Ich habe die strahlend blauen Augen meines Vaters und zunehmend einen Blick darin, der von meinem anderen Vater hineingelegt wird. Und ich habe Arme, die ganz toll darin sind, in den Arm zu nehmen. Zum Gl\u00fcck geh\u00f6re ich zu einer Gemeinde in der gern gekuschelt wird. Das l\u00e4sst mich diese Gabe voll ausleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind geschaffen um geliebt zu werden. Gott hat uns mit Wert, mit W\u00fcrde geschaffen. Es geh\u00f6rt zum Wesen der W\u00fcrde, dass wir sie nicht selbst herstellen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen sie nur empfangen. Sie muss uns zugesprochen werden. W\u00fcrde hat immer etwas mit g\u00f6ttlicher Autorit\u00e4t zu tun. Wir waren es Gott wert, dass er sein Liebstes, seinen Sohn hergab, damit wir Gemeinschaft mit ihm haben k\u00f6nnen. Das war der h\u00f6chste Preis, der gezahlt werden konnte. Und das warst du &#8211; und ich &#8211; Gott wert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#8222;Weil du teuer bist in meinen Augen und wertvoll bist und ich dich lieb habe.&#8220; (Jes 43,4a)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Pause geht weiter. T\u00e4glich kann ich ein bisschen besser loslassen. In den Tag hinein leben. Ausmisten. 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Vielleicht hilft es der ein oder anderen. \u201eUnsere Christine, die ist halt fester, nicht so zart.\u201c Ein Satz, den ich oft geh\u00f6rt habe, ohne mich dabei an eine konkrete Situation erinnern zu k\u00f6nnen. Ich habe ihn so oft geh\u00f6rt\u2026irgendwann wurde er zu meiner Identit\u00e4t. Ich bin halt &#8218;fester&#8216;. Fester. Das ist ein Wort, das ich hassen gelernt habe. Ein Wort, bei dem mir heute noch die Tr\u00e4nen in die Augen steigen w\u00fcrden, w\u00fcrde mich jemand so bezeichnen. Fester, das bedeutet in meiner Familie so viel wie: gedrungen, klein, grobe Knochen. Etwas, bei dem man zupacken kann, ohne es gleich kaputt zu machen. Mein Problem war, dass ich mich innerlich \u00fcberhaupt nicht &#8218;fest&#8216; f\u00fchlte. Ich f\u00fchlte mich zerbrechlich. So zerbrechlich wie das chinesische Porzellan meiner Oma, das wir Kinder nicht anfassen durften. Nur sah man in mir wohl eher den steinernen Bierkrug. Was h\u00e4tte ich mir gew\u00fcnscht zart zu sein. Meine Mutter hatte drei kleine Porzellanfig\u00fcrchen. M\u00e4dchen in gr\u00fcnen Turnanz\u00fcgen, die in drei verschiedenen Gymnastikposen gegossen waren. Als Kind sa\u00df ich oft einen ganzen Nachmittag lang vor der Vitrine und betrachtete sie. In Gedanken davon tr\u00e4umend so sein zu k\u00f6nnen wie diese zartgliedrigen Wesen. Ich nahm Kassetten (die \u00c4lteren unter uns erinnern sich) auf, Zusammenschnitte aus Musik und Wortschnipseln meiner Lieblingsfilme. Und dann versank ich in diesen selbst zusammengestellten Geschichten. Hier war ich T\u00e4nzerin, zart, zerbrechlich und federleicht. In der Realit\u00e4t war ich beim Judo, beim Schwimmen und half meinem Vater bei seinen Basteleien mit L\u00f6tkolben und Zangen im Keller. Irgendwann akzeptierte ich meine \u00e4u\u00dfere Form und versteckte meine Innere. Das Gef\u00fchl falsch zu sein, da ich mich so ganz anders f\u00fchlte als ich wahrgenommen wurde, wurde zur festen Gewissheit. Ich lernte zu schweigen, zu \u00fcberspielen und weite Kleidung zu tragen, um meinen groben K\u00f6rper zu verstecken. Dass bei so einem Verhalten nat\u00fcrlich die gemeinen Kommentare von gleichaltrigen Jungs nicht ausblieben versteht sich von selbst. Das untermauerte meine Annahme \u00fcber mein Selbstbild nur noch: sch\u00f6n, zart und zerbrechlich sind andere. Aber nicht ich.&nbsp; Dann kam das Studium. Ich startete als Unsichtbare. Als die ersten Pr\u00fcfungen anstanden, lernte ich Tag und Nacht in meiner Studentenwohnung und, ohne die Kochk\u00fcnste meiner Mutter, ern\u00e4hrte ich mich fast einen Monat lang nur von Tee. Nun war ich \u2013 wie ich heute wei\u00df \u2013 schon damals nicht dick. Ich war v\u00f6llig normal und gesund. Aber nach dieser mehr oder weniger unfreiwilligen Teekur, war ich untergewichtig. Und nun kam etwas, was mich bis heute w\u00fctend und unsicher&nbsp;macht. Denn mein Umfeld reagierte positiv. Die Jungs in meinem Studiengang luden mich pl\u00f6tzlich abends auf einen Drink ein, meine Freundinnen reagierten neidisch-bewundernd und mein damaliger Freund stolz. Lachend bemerkte er, dass meine Hosen wie Clownshosen an mir h\u00e4ngen w\u00fcrden und dass ich ein bezauberndes Wesen sei. Bezaubernd. Wesen. Vielleicht ein bisschen wie eine T\u00e4nzerin? Der Weg in die Essst\u00f6rung war breit, geteert und in allen Farben glitzernd.&nbsp; Es ging so leicht hinein. Und so schwer wieder heraus. Ich m\u00f6chte hier nicht \u00fcber diese Essst\u00f6rung schreiben, \u00fcber Ana, wie ich sie nannte. Sie hat bereits zu viel Platz in meinem Leben beansprucht. Ich m\u00f6chte an Jesus denken. Der kam n\u00e4mlich kurz nachdem Ana bei mir einzog. Er kam so leise und unaufdringlich, dass ich ihn zun\u00e4chst gar nicht bewusst wahrnahm. Ich m\u00f6chte an seine ruhige Stimme denken, die ich in der schlimmsten Zeit meines Verhungerns das erste Mal wahrnahm. \u00dcber Jesus, der mit seiner Geduld und Treue t\u00e4glich Z\u00e4rtlichkeiten in mein Herz fl\u00fcsterte. Unerm\u00fcdlich. Immer wieder. Oft \u00fcber die Bibel, selten \u00fcber Tr\u00e4ume, immer wieder \u00fcber Menschen der Gemeinde, in die ich nun h\u00e4ufiger ging. Anfangs wollte ich diese Worte nicht h\u00f6ren, konnte sie nicht annehmen. Ich habe mich gesch\u00e4mt, dass ich nun Gott zum L\u00fcgen verf\u00fchre, denn das was er mir sagte, konnte unm\u00f6glich wahr sein. Erst nach und nach wurde mir diese innere Reaktion bewusst. Ich bezichtigte Gott der L\u00fcge, weil mir das, was er sagte, so unglaublich erschien. Mit der Zeit konnte ich Jesus unverkrampfter zuh\u00f6ren. Inzwischen, nach einigen Jahren, will ich ihm glauben und werde immer neugieriger auf seinen Blick. Und je mehr ich ihm glaube, desto mehr bekomme Wut auf eine Welt, die wundervollen Gesch\u00f6pfen Gottes vermittelt minderwertig, nicht liebenswert oder nicht richtig zu sein. Nicht zu gen\u00fcgen.&nbsp; Als ich zu Jesus Ja gesagt habe, beschloss ich mein Leben zum Lobpreis werden zu lassen. Ich glaube, dass es zum gr\u00f6\u00dften Lobpreis geh\u00f6rt&nbsp;Sch\u00f6nes sch\u00f6n zu nennen. Also will ich das tun. Mich selbst und auch andere. Auch, wenn inzwischen das ein oder andere R\u00f6llchen meine H\u00fcfte ziert und Cellulite mich jeden Morgen im Badezimmer fr\u00f6hlich begr\u00fc\u00dft. Ich habe eine weibliche Figur, mit eher breiteren H\u00fcften. Meine Beine sind im Vergleich zum Rest kurz. Daf\u00fcr sind meine F\u00fc\u00dfe gro\u00df. That&#8217;s life. Aber ich lache gerne. Und langsam zeigen sich die ersten bleibenden Lachf\u00e4ltchen um meine Augen. Diese Charakterf\u00e4ltchen liebe ich. Ich habe die strahlend blauen Augen meines Vaters und zunehmend einen Blick darin, der von meinem anderen Vater hineingelegt wird. Und ich habe Arme, die ganz toll darin sind, in den Arm zu nehmen. Zum Gl\u00fcck geh\u00f6re ich zu einer Gemeinde in der gern gekuschelt wird. Das l\u00e4sst mich diese Gabe voll ausleben. Wir sind geschaffen um geliebt zu werden. Gott hat uns mit Wert, mit W\u00fcrde geschaffen. Es geh\u00f6rt zum Wesen der W\u00fcrde, dass wir sie nicht selbst herstellen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen sie nur empfangen. Sie muss uns zugesprochen werden. W\u00fcrde hat immer etwas mit g\u00f6ttlicher Autorit\u00e4t zu tun. Wir waren es Gott wert, dass er sein Liebstes, seinen Sohn hergab, damit wir Gemeinschaft mit ihm haben k\u00f6nnen. Das war der h\u00f6chste Preis, der gezahlt werden konnte. 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