{"id":170,"date":"2019-02-19T07:00:07","date_gmt":"2019-02-19T07:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/laufforum24.de\/?p=170"},"modified":"2020-02-21T19:53:51","modified_gmt":"2020-02-21T19:53:51","slug":"ankermomente","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=170","title":{"rendered":"Ankermomente"},"content":{"rendered":"\n<p>Zu lernen im Alltag mit Gott zu leben, bedeutet f\u00fcr mich gerade, mich seinem Tempo anzupassen. Gar nicht so einfach, denn er ist mir entweder zu langsam oder zu schnell. Entweder ich warte gef\u00fchlte Ewigkeiten auf Antworten von ihm oder er gibt mir Impulse, w\u00e4hrend ich gerade mit meinem Kopf und Leben ganz woanders bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu lernen mit Jesus zu leben hei\u00dft zu lernen, dass ich im Moment ankommen muss. Zu lernen, den Raum auszuf\u00fcllen, in dem ich gerade bin. Das sind nicht nur die Momente, in denen ich etwas zu tun habe. Sondern vor allem auch die Momente, in denen nichts von mir erwartet wird. Momente, die dazu da sind Kraft zu tanken und zur Ruhe zu kommen. Einfach nur zu sein, bei ihm zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft genug passiert es mir aber, dass ich selbst in wunderbaren und geschenkten Momenten nicht den Augenblick genie\u00dfe, sie nicht mit Jesus zusammen durchlebe, sondern weiter hetze. Ruhemomente \u00fcberspringe, damit ich die gro\u00dfe Entspannung am Abend fr\u00fcher erreiche. Nur um dann festzustellen, dass ich da zwar Zeit habe, aber sich die innere Ruhe deswegen nicht automatisch einstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor kurzem habe ich eine Frau getroffen, die ihren Alltag mit Jesus lebt. Einfach so. Die ihn morgens fragt, was er f\u00fcr den Tag geplant hat. Sie hat einen normalen beruflichen Alltag, l\u00e4sst sich in diesem aber von Jesus leiten. Und dann machen die beiden das, was Jesus ihr gezeigt hat. Gemeinsam. Vielleicht h\u00e4tte ich l\u00e4chelnd mit den Schultern gezuckt und gesagt: &#8222;Naja, wenn es f\u00fcr dich funktioniert.&#8220; (Denn erfahrungsgem\u00e4\u00df funktioniert das bei mir n\u00e4mlich leider nicht so einfach.) Aber diese Frau hatte ein Leuchten, eine Bescheidenheit und W\u00e4rme, dass ich an ihr und dem Thema nicht vorbei gehen konnte. In ihrer Gegenwart hatte ich pure Sehnsucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bekomme ich mehr Bewusstsein f\u00fcr Jesus in meinen Alltag? Das mit dem morgens hinsetzen und den Tag gemeinsam planen w\u00e4re ein n\u00e4chster Schritt. Aber ein Schritt, der mir noch viel zu gro\u00df vorkommt, mit meinem aktuell \u00fcberaktivem Kopf und \u00fcbervollem Herzen. Aber was dann?<br>Da kam mir die Idee, mir die Momente bewusst zu machen, die f\u00fcr mich im Alltag Ruhe bedeuten. Diese kurzen Augenblicke, die sich weder planen, noch aufschieben lassen. Momente, die einfach passieren und die wahrgenommen werden wollen. Ich habe sie&nbsp;<strong>Ankermomente<\/strong>&nbsp;genannt. Der Begriff scheint mir passend, weil ich in diesen Momenten gl\u00fccklich bin und sie dazu nutzen kann meine Gedanken neu an Jesus festzumachen. Hier will ich im Alltag versuchen inne zu halten, Danke zu sagen, die Hand von Jesus zu dr\u00fccken und dann gemeinsam weiter zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Ankermomente meiner letzten Wochen waren zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Nach einem langen Spaziergang zur\u00fcck in die warme Wohnung kommen.<\/li><li>Der erste Blick morgens aus dem Fenster.<\/li><li>Eine Packung meiner Lieblingskekse, die mir eine Freundin zugesteckt hat.<\/li><li>Einem Singvogel zuh\u00f6ren, bevor der Tag anbricht. (Achim und ich glauben, dass es eine Nachtigall war.)<\/li><li>Im Wald stehen und nichts als das Rauschen der B\u00e4ume h\u00f6ren.<\/li><li>Am Sonntag zur Gemeinde kommen und dieses kurze und heftige Ziehen hinterm Herzen sp\u00fcren, das sagt: zu Hause.<\/li><li>Die Seiten im Tagebuch umbl\u00e4ttern, die beschriebene Struktur sp\u00fcren und eine neue Seite beginnen.<\/li><li>Die Umarmung eines Freundes.<\/li><li>Das Morgenlicht in meinem Zimmer.<\/li><li>Ein Projekt erfolgreich abschlie\u00dfen.<\/li><li>Eine liebe SMS einer guten Freundin.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu lernen im Alltag mit Gott zu leben, bedeutet f\u00fcr mich gerade, mich seinem Tempo anzupassen. Gar nicht so einfach, denn er ist mir entweder zu langsam oder zu schnell. Entweder ich warte gef\u00fchlte Ewigkeiten auf Antworten von ihm oder er gibt mir Impulse, w\u00e4hrend ich gerade mit meinem Kopf und Leben ganz woanders bin. Zu lernen mit Jesus zu leben hei\u00dft zu lernen, dass ich im Moment ankommen muss. Zu lernen, den Raum auszuf\u00fcllen, in dem ich gerade bin. Das sind nicht nur die Momente, in denen ich etwas zu tun habe. Sondern vor allem auch die Momente, in denen nichts von mir erwartet wird. Momente, die dazu da sind Kraft zu tanken und zur Ruhe zu kommen. Einfach nur zu sein, bei ihm zu sein. Oft genug passiert es mir aber, dass ich selbst in wunderbaren und geschenkten Momenten nicht den Augenblick genie\u00dfe, sie nicht mit Jesus zusammen durchlebe, sondern weiter hetze. Ruhemomente \u00fcberspringe, damit ich die gro\u00dfe Entspannung am Abend fr\u00fcher erreiche. Nur um dann festzustellen, dass ich da zwar Zeit habe, aber sich die innere Ruhe deswegen nicht automatisch einstellt. Vor kurzem habe ich eine Frau getroffen, die ihren Alltag mit Jesus lebt. Einfach so. Die ihn morgens fragt, was er f\u00fcr den Tag geplant hat. Sie hat einen normalen beruflichen Alltag, l\u00e4sst sich in diesem aber von Jesus leiten. Und dann machen die beiden das, was Jesus ihr gezeigt hat. Gemeinsam. Vielleicht h\u00e4tte ich l\u00e4chelnd mit den Schultern gezuckt und gesagt: &#8222;Naja, wenn es f\u00fcr dich funktioniert.&#8220; (Denn erfahrungsgem\u00e4\u00df funktioniert das bei mir n\u00e4mlich leider nicht so einfach.) Aber diese Frau hatte ein Leuchten, eine Bescheidenheit und W\u00e4rme, dass ich an ihr und dem Thema nicht vorbei gehen konnte. In ihrer Gegenwart hatte ich pure Sehnsucht. Wie bekomme ich mehr Bewusstsein f\u00fcr Jesus in meinen Alltag? Das mit dem morgens hinsetzen und den Tag gemeinsam planen w\u00e4re ein n\u00e4chster Schritt. Aber ein Schritt, der mir noch viel zu gro\u00df vorkommt, mit meinem aktuell \u00fcberaktivem Kopf und \u00fcbervollem Herzen. Aber was dann?Da kam mir die Idee, mir die Momente bewusst zu machen, die f\u00fcr mich im Alltag Ruhe bedeuten. Diese kurzen Augenblicke, die sich weder planen, noch aufschieben lassen. Momente, die einfach passieren und die wahrgenommen werden wollen. Ich habe sie&nbsp;Ankermomente&nbsp;genannt. Der Begriff scheint mir passend, weil ich in diesen Momenten gl\u00fccklich bin und sie dazu nutzen kann meine Gedanken neu an Jesus festzumachen. Hier will ich im Alltag versuchen inne zu halten, Danke zu sagen, die Hand von Jesus zu dr\u00fccken und dann gemeinsam weiter zu gehen. Einige Ankermomente meiner letzten Wochen waren zum Beispiel: Nach einem langen Spaziergang zur\u00fcck in die warme Wohnung kommen. Der erste Blick morgens aus dem Fenster. Eine Packung meiner Lieblingskekse, die mir eine Freundin zugesteckt hat. Einem Singvogel zuh\u00f6ren, bevor der Tag anbricht. (Achim und ich glauben, dass es eine Nachtigall war.) Im Wald stehen und nichts als das Rauschen der B\u00e4ume h\u00f6ren. Am Sonntag zur Gemeinde kommen und dieses kurze und heftige Ziehen hinterm Herzen sp\u00fcren, das sagt: zu Hause. Die Seiten im Tagebuch umbl\u00e4ttern, die beschriebene Struktur sp\u00fcren und eine neue Seite beginnen. Die Umarmung eines Freundes. Das Morgenlicht in meinem Zimmer. Ein Projekt erfolgreich abschlie\u00dfen. 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