{"id":118,"date":"2019-08-06T07:38:00","date_gmt":"2019-08-06T07:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/laufforum24.de\/?p=118"},"modified":"2020-02-21T00:31:17","modified_gmt":"2020-02-21T00:31:17","slug":"anker-in-der-zeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=118","title":{"rendered":"Anker in der Zeit"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Macht euch&nbsp;um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.&nbsp;<br>Philipper 4,6<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Gerade passiert sehr viel in der Welt. Und auch wenn ich zu denen geh\u00f6re, die keine Tageszeitung abonniert haben und auch nicht gezielt f\u00fcr die Tagesschau den Rechner hochfahren, so schafften es die Infos der letzten Wochen doch nicht unbemerkt an mir vorbei. Anschl\u00e4ge, verr\u00fccktspielendes Wetter, Waldbr\u00e4nde, politische Machtk\u00e4mpfe und Entscheidungen, die mir mehr als Bauchschmerzen bereiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und mein Leben? Das l\u00e4uft v\u00f6llig normal und unbeeindruckt weiter. Sommerfeste, Grillparty, einer Braut winken, die sich auf den weizengelben Stoppelfeldern mit ihren Blumenm\u00e4dchen fotografieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr viele ist es die sch\u00f6nste Zeit im Jahr. Jetzt, wo fast \u00fcberall Ferien sind, wo die Nacht lau und die Luft voll von Sommerger\u00fcchen ist. Und obwohl ich es mit der W\u00e4rme nicht so habe, kann ich mich dem Zauber des Sommers doch nicht entziehen. Ich genie\u00dfe es barfu\u00df durch unsere Kleinstadt zu laufen, abends, wenn Gespr\u00e4chsfetzen, Lachen und Musik aus den Caf\u00e9s zu mir hinaus auf die Stra\u00dfe schwappen. Ich genie\u00dfe es auf der Br\u00fccke stehen zu bleiben, auf den kleinen Flu\u00df zu sehen, auf dem in diesem Jahr so viele Boote schwimmen. Ich genie\u00dfe die einsamen Spazierg\u00e4nge in den Auen in der D\u00e4mmerung und die langen Nachtstunden auf dem Balkon.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend um mich herum die Welt langsam aus den Fugen ger\u00e4t. Oder tut sie das nicht? War es schon immer so verr\u00fcckt und ich nehme es nur bewusster wahr? Etwas in mir ist zerrissen und ich f\u00fchle mich hilflos. Bei Politik durchzusteigen ist mir (sehr zum Leidwesen meines Vaters), nie gelungen. Meinen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck versuche ich m\u00f6glichst klein zu halten, bin dabei aber nicht halb so konsequent, wie ich sein sollte. Wie verh\u00e4lt man sich richtig, was ist richtig? Eine schwierige Frage in einer Welt, welche den Begriff von &#8218;Wahrheit&#8216; in das Reich der Subjektivit\u00e4t verbannt hat.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Macht euch&nbsp;um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.&nbsp;<br>Philipper 4,6<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieser Vers wird mir in diesen Tagen immer wichtiger. Ich muss mich nicht Sorgen um Dinge, die ich weder steuern, noch komplett durchschauen kann. Gebet ist keine Flucht in Passivit\u00e4t. Es verbindet mich mit einem Gott, dessen Herz f\u00fcr die Menschen brennt. Im Gebet kann ich etwas von dieser Liebe begreifen und zu meiner machen. Ich kann meine Sorgen tauschen gegen den Blick Gottes. Ich kann f\u00fcr Mensch und Natur mit Bitten und Flehen eintreten. Und gleichzeitig dankbar sein, f\u00fcr all das, was ich habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Macht euch&nbsp;um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.&nbsp;Philipper 4,6 Gerade passiert sehr viel in der Welt. Und auch wenn ich zu denen geh\u00f6re, die keine Tageszeitung abonniert haben und auch nicht gezielt f\u00fcr die Tagesschau den Rechner hochfahren, so schafften es die Infos der letzten Wochen doch nicht unbemerkt an mir vorbei. Anschl\u00e4ge, verr\u00fccktspielendes Wetter, Waldbr\u00e4nde, politische Machtk\u00e4mpfe und Entscheidungen, die mir mehr als Bauchschmerzen bereiten. Und mein Leben? Das l\u00e4uft v\u00f6llig normal und unbeeindruckt weiter. Sommerfeste, Grillparty, einer Braut winken, die sich auf den weizengelben Stoppelfeldern mit ihren Blumenm\u00e4dchen fotografieren l\u00e4sst. F\u00fcr viele ist es die sch\u00f6nste Zeit im Jahr. Jetzt, wo fast \u00fcberall Ferien sind, wo die Nacht lau und die Luft voll von Sommerger\u00fcchen ist. Und obwohl ich es mit der W\u00e4rme nicht so habe, kann ich mich dem Zauber des Sommers doch nicht entziehen. Ich genie\u00dfe es barfu\u00df durch unsere Kleinstadt zu laufen, abends, wenn Gespr\u00e4chsfetzen, Lachen und Musik aus den Caf\u00e9s zu mir hinaus auf die Stra\u00dfe schwappen. Ich genie\u00dfe es auf der Br\u00fccke stehen zu bleiben, auf den kleinen Flu\u00df zu sehen, auf dem in diesem Jahr so viele Boote schwimmen. Ich genie\u00dfe die einsamen Spazierg\u00e4nge in den Auen in der D\u00e4mmerung und die langen Nachtstunden auf dem Balkon. W\u00e4hrend um mich herum die Welt langsam aus den Fugen ger\u00e4t. Oder tut sie das nicht? War es schon immer so verr\u00fcckt und ich nehme es nur bewusster wahr? Etwas in mir ist zerrissen und ich f\u00fchle mich hilflos. Bei Politik durchzusteigen ist mir (sehr zum Leidwesen meines Vaters), nie gelungen. 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