{"id":1117,"date":"2021-02-02T05:08:00","date_gmt":"2021-02-02T03:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nurheute.net\/?p=1117"},"modified":"2021-02-02T06:08:08","modified_gmt":"2021-02-02T04:08:08","slug":"im-tal-wird-aus-dem-er-ein-du","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=1117","title":{"rendered":"Im Tal wird aus dem &#8218;Er&#8216; ein &#8218;Du&#8216;"},"content":{"rendered":"\n<p>Psalm 23 geh\u00f6rt zu den Psalmen, die ich im Konfi-Unterricht auswendig lernen musste. Vor allem mit dem zweiten Teil tat ich mir echt schwer und ich erinnere mich noch heute, wie bl\u00f6d und \u00fcberfl\u00fcssig ich das alles fand.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute bin ich froh, dass dieser Psalm in meinem Kopf ist. Dass er an einer Stelle abgespeichert ist, wo ich ihn wahrscheinlich nie wieder verliere. Immer wieder dr\u00e4ngt er nach vorne, vor allem dann, wenn das Leben schwer wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8218;Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal&#8230;&#8216;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das finstere Tal.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Kind stellte ich mir eine Schlucht vor. Komischer Weise immer von oben, so dass ich selbst als Zuschauer nach unten schauen konnte, wo ein kleines M\u00e4dchen entlangl\u00e4uft. Als Zuschauer sah ich, dass die Schlucht dunkel war, aber ich selbst war im Licht und wenig betroffen. Auch das Ende der Schlucht konnte ich sehen und von daher war ich relativ entspannt. Au\u00dferdem war und bin ich von Filmen gewohnt, dass die anstrengenden Zeiten (z.B. das Training von Rocky) im Schnelldurchlauf mit motivierender Musik gezeigt werden. Und nicht g\u00e4hnend langsam in Echtzeit. Das will ja niemand sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wenn man drin steckt, dann ist es nicht der Schnelldurchlauf. Es l\u00e4uft keine gute Musik. Und es ist nicht entspannt. Und obwohl ich selbst in Krisenzeiten meist vom Kopf her wei\u00df, dass sie einmal enden werden, begreifen meine Gef\u00fchle das in der Regel nicht. Da kann ich noch so \u00fcberzeugend auf mich selbst einargumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Psalm sagt, dass Gott mit uns durch dieses Tal geht. Er steht nicht mit dem Klemmbrett au\u00dferhalb und bewertet unsere Performance. Gott bleibt an unserer Seite. Immer wieder sagt die Bibel, dass Gott mit uns mitleidet. Warum er manche Dinge dann nicht abk\u00fcrzt, wei\u00df ich nicht. Doch nicht einmal bei Jesus hat er eine Abk\u00fcrzung genommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch etwas ist mir aufgefallen: viele Menschen, die mit Gott durch dunkle T\u00e4ler gegangen sind, kommen ver\u00e4ndert aus ihnen heraus. Ruhiger. St\u00e4rker. Oft f\u00e4llt es mir leichter mich vor solchen Menschen zu \u00f6ffnen und mich verletzlich zu zeigen. Ich habe bei ihnen weniger Angst Verurteilung zu erfahren. Und ich kann ihre tiefe Verbindung zu Gott sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube das hat auch David erlebt, der den Psalm 23 geschrieben hat. In dem Psalm passiert die Ver\u00e4nderung. Als es ihm gut geht und er nur \u00fcber&nbsp; Versorgung nachdenkt, ist Gott ein &#8218;er&#8216;. Als es eng wird, wird Gott zum &#8218;du&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. <br>Er weidet mich auf gr\u00fcner Auge und f\u00fchret mich zum frischen Wasser. <br>Er erquicket meine Seele, er f\u00fchret mich auf rechter Stra\u00dfe um seines Namens Willen. <br>Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so f\u00fcrchte ich kein Ungl\u00fcck, denn du bist bei mir. <br>Dein Stecken und Stab tr\u00f6sten mich.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psalm 23 geh\u00f6rt zu den Psalmen, die ich im Konfi-Unterricht auswendig lernen musste. 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