{"id":1095,"date":"2021-01-12T06:31:00","date_gmt":"2021-01-12T04:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nurheute.net\/?p=1095"},"modified":"2021-01-11T18:37:06","modified_gmt":"2021-01-11T16:37:06","slug":"neues-jahr-im-alten-trott","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=1095","title":{"rendered":"Neues Jahr im alten Trott"},"content":{"rendered":"\n<p>Das neue Jahr hat angefangen. Sehr ruhig hat es angefangen. Ohne den Besuch von oder bei Freunden. Aber mit Raclette. Und weil wir diesmal die Portionen ganz alleine essen mussten, war dem Gatten und mir auch gr\u00fcndlich schlecht. Die Flasche Sekt mussten wir auch zu zweit leeren. Also gleich \u00fcberfressen und anget\u00fcddelt in&#8217;s neue Jahr gestartet: yeah. Da waren die ersten beiden Vors\u00e4tze schonmal hin\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weihnachtsferien haben gut getan. Das Lesen. Das F\u00fc\u00dfe hochlegen. Die langen Spazierg\u00e4nge. Aber sie konnten den Akku nicht komplett laden. Ich bin nach wie vor d\u00fcnnh\u00e4utig. \u00dcberkritisch mit mir selbst, ungeduldig mit den (wenigen) Menschen um mich herum. Und ich merke, dass ich damit nicht allein bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch um mich herum sind die Menschen m\u00fcde und ersch\u00f6pft; vor allem emotional ersch\u00f6pft. Wenn ich mit Freundinnen am Telefon gr\u00fcble, woran das genau liegt, dann bleibt meist nur ein Schulterzucken: keine Ahnung. Schon irgendwie an Corona. Aber konkret den Finger auf eine Ursache legen, das k\u00f6nnen die wenigsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Beten f\u00e4llt mir nach wie vor schwer. Und das obwohl die Sehnsucht nach Jesus immer gr\u00f6\u00dfer wird. Manchmal bilde ich mir ein, dass es daran liegt, dass ich nicht f\u00fcr ein paar Stille Tage irgendwohin kann. Irgendwohin wo viel Wasser ist. Wo ein Feuer im Kamin knistert und wo die Ablenkungen durch die Medien nicht so gro\u00df sind, weil das Handy aus ist. Aber das ist nicht die Wahrheit. Das Leben w\u00fcrde gerade gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten bieten um zur Ruhe zu kommen. Und Handy ausmachen k\u00f6nnte ich auch zu Hause. Doch es f\u00e4llt mir einfach schwer. Beten ist wie waten durch Sirup: z\u00e4h. Aber da gerade alles z\u00e4h ist, ist das irgendwie nicht ganz so schlimm.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim unstrukturierten St\u00f6bern und Bl\u00e4ttern bin ich auf folgende Zeilen gesto\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Herr, wenn ich nur dich habe, bedeuten Himmel und Erde mir nichts. Selbst wenn meine Kr\u00e4fte schwinden und ich umkomme, so bist du, Gott, doch allezeit meine St\u00e4rke &#8211; ja, du bist alles, was ich brauche! <\/p><cite>(Psalm 73, 25-26)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieser Vers sticht aus meiner Bibel heraus. Nicht nur, weil er so radikal anders ist als mein Erleben und mein Alltag gerade, sondern auch, weil ich ihn irgendwann in der Vergangenheit in knallgelb angemalt habe. Gelb, das ist in meiner Bibel die Farbe f\u00fcr Anbetung. Wenn Dinge gesagt oder getan werden, die Gott entsprechen und ihn gro\u00df machen, dann male ich diese Zeilen gelb an.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute Morgen gr\u00fcble ich, ob es nicht kl\u00fcger gewesen w\u00e4re, ihn in gr\u00fcn anzumalen. Gr\u00fcn, das ist in meinem Farbsystem die Farbe f\u00fcr: gutes Verhalten\/ eine weise Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt \u00dcberschneidungen. Gutes, gr\u00fcnes Verhalten ehrt Gott und wird zur gelben Anbetung. Ich stecke in einem Farbdilemma.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mag die beiden Verse in Psalm 73. Sie sind etwas, wonach ich mich ausrichten will, weil sie einen Zustand der Geborgenheit, einen Raum des Friedens und des Vertrauens beschreiben: ich darf in den Armen des himmlischen Papas liegen, wie ein sattes, besch\u00fctztes Baby. Dieser Zustand ist gelb. Der Weg dorthin ist gr\u00fcn. Ich muss mich immer wieder entscheiden es zu wollen, Gott immer wieder die T\u00fcren aufmachen und ihn bitten mich so zu ver\u00e4ndern, mich so zu beruhigen, dass dieser Vers in meinem Leben wahr wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin dankbar, dass Gott mich und uns (auch) durch die z\u00e4hen Zeiten tr\u00e4gt. Auch und gerade dann, wenn man m\u00fcde ist. Das beruhigt mich. Ein erster Schritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gelbgr\u00fcne Segensgr\u00fc\u00dfe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Jahr hat angefangen. Sehr ruhig hat es angefangen. Ohne den Besuch von oder bei Freunden. Aber mit Raclette. Und weil wir diesmal die Portionen ganz alleine essen mussten, war dem Gatten und mir auch gr\u00fcndlich schlecht. Die Flasche Sekt mussten wir auch zu zweit leeren. Also gleich \u00fcberfressen und anget\u00fcddelt in&#8217;s neue Jahr gestartet: yeah. Da waren die ersten beiden Vors\u00e4tze schonmal hin\u00fcber. Die Weihnachtsferien haben gut getan. Das Lesen. Das F\u00fc\u00dfe hochlegen. Die langen Spazierg\u00e4nge. Aber sie konnten den Akku nicht komplett laden. Ich bin nach wie vor d\u00fcnnh\u00e4utig. \u00dcberkritisch mit mir selbst, ungeduldig mit den (wenigen) Menschen um mich herum. Und ich merke, dass ich damit nicht allein bin. Auch um mich herum sind die Menschen m\u00fcde und ersch\u00f6pft; vor allem emotional ersch\u00f6pft. Wenn ich mit Freundinnen am Telefon gr\u00fcble, woran das genau liegt, dann bleibt meist nur ein Schulterzucken: keine Ahnung. Schon irgendwie an Corona. Aber konkret den Finger auf eine Ursache legen, das k\u00f6nnen die wenigsten. Beten f\u00e4llt mir nach wie vor schwer. Und das obwohl die Sehnsucht nach Jesus immer gr\u00f6\u00dfer wird. Manchmal bilde ich mir ein, dass es daran liegt, dass ich nicht f\u00fcr ein paar Stille Tage irgendwohin kann. Irgendwohin wo viel Wasser ist. Wo ein Feuer im Kamin knistert und wo die Ablenkungen durch die Medien nicht so gro\u00df sind, weil das Handy aus ist. Aber das ist nicht die Wahrheit. Das Leben w\u00fcrde gerade gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten bieten um zur Ruhe zu kommen. Und Handy ausmachen k\u00f6nnte ich auch zu Hause. Doch es f\u00e4llt mir einfach schwer. Beten ist wie waten durch Sirup: z\u00e4h. Aber da gerade alles z\u00e4h ist, ist das irgendwie nicht ganz so schlimm. Beim unstrukturierten St\u00f6bern und Bl\u00e4ttern bin ich auf folgende Zeilen gesto\u00dfen: Herr, wenn ich nur dich habe, bedeuten Himmel und Erde mir nichts. Selbst wenn meine Kr\u00e4fte schwinden und ich umkomme, so bist du, Gott, doch allezeit meine St\u00e4rke &#8211; ja, du bist alles, was ich brauche! (Psalm 73, 25-26) Dieser Vers sticht aus meiner Bibel heraus. Nicht nur, weil er so radikal anders ist als mein Erleben und mein Alltag gerade, sondern auch, weil ich ihn irgendwann in der Vergangenheit in knallgelb angemalt habe. Gelb, das ist in meiner Bibel die Farbe f\u00fcr Anbetung. Wenn Dinge gesagt oder getan werden, die Gott entsprechen und ihn gro\u00df machen, dann male ich diese Zeilen gelb an. Heute Morgen gr\u00fcble ich, ob es nicht kl\u00fcger gewesen w\u00e4re, ihn in gr\u00fcn anzumalen. Gr\u00fcn, das ist in meinem Farbsystem die Farbe f\u00fcr: gutes Verhalten\/ eine weise Entscheidung. Es gibt \u00dcberschneidungen. Gutes, gr\u00fcnes Verhalten ehrt Gott und wird zur gelben Anbetung. Ich stecke in einem Farbdilemma. Ich mag die beiden Verse in Psalm 73. Sie sind etwas, wonach ich mich ausrichten will, weil sie einen Zustand der Geborgenheit, einen Raum des Friedens und des Vertrauens beschreiben: ich darf in den Armen des himmlischen Papas liegen, wie ein sattes, besch\u00fctztes Baby. Dieser Zustand ist gelb. Der Weg dorthin ist gr\u00fcn. Ich muss mich immer wieder entscheiden es zu wollen, Gott immer wieder die T\u00fcren aufmachen und ihn bitten mich so zu ver\u00e4ndern, mich so zu beruhigen, dass dieser Vers in meinem Leben wahr wird. Ich bin dankbar, dass Gott mich und uns (auch) durch die z\u00e4hen Zeiten tr\u00e4gt. Auch und gerade dann, wenn man m\u00fcde ist. Das beruhigt mich. Ein erster Schritt. 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