{"id":1078,"date":"2020-12-15T22:30:53","date_gmt":"2020-12-15T20:30:53","guid":{"rendered":"http:\/\/nurheute.net\/?p=1078"},"modified":"2020-12-15T22:41:45","modified_gmt":"2020-12-15T20:41:45","slug":"es-ist-schoen-aber","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nurheute.net\/?p=1078","title":{"rendered":"Es ist sch\u00f6n. Aber&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Baum steht. Viel fr\u00fcher als in den letzten Jahren. Ich habe mir Zeit genommen f\u00fcr&#8217;s Schm\u00fccken. Es gab Weihnachtsmusik und Tee dazu. Ich finde den Baum wundersch\u00f6n und genie\u00dfe es, mich Abends vor ihn zu setzen.<br><em>Aber&#8230;<\/em>oft sitze ich mit einem schwirrenden Kopf oder schlicht mit dem Handy hier. Starre in&#8217;s Leere oder auf das Display, was irgendwie fast das gleiche ist. Und obwohl es mich nervt, bin ich doch oft unf\u00e4hig es zu \u00e4ndern. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Weihnachtsdeko ist aussortiert und es stehen nur noch die Sachen, die ich auch gerne habe. Gr\u00f6\u00dftenteils stammt es von meinen und unseren Eltern oder (Ur)Gro\u00dfeltern. Das macht mich gl\u00fccklich. Was ich nicht mehr brauche, konnte ich verschenken und freue mich nun riesig dar\u00fcber, dass sich andere dran freuen. <br><em>Aber&#8230;<\/em>ich habe es noch immer nicht geschafft die Fenster zu putzen und von den Herbst-Kreide-Bildern zu befreien. Neben dem Weihnachtsbaum h\u00e4ngt der Herbstkranz. Es st\u00f6rt mich. Nicht der Kranz selbst, aber das was er f\u00fcr mich bedeutet. Er ist ein Zeichen, dass ich etwas begonnen und nicht fertig gemacht habe. Aufgeh\u00f6rt oder abgelenkt. Wie bei so vielem in meinem Leben.<br><br>Die meisten Abende habe ich um oder sogar vor 18 Uhr Schluss gemacht, um Zeit f\u00fcr mich zu haben. <br><em>Aber&#8230;<\/em>oft verpuffte diese Zeit irgendwo zwischen YouTube und Pinterest. Und es blieben Sachen liegen. Sachen, die sich nun auf meinem Schreibtisch stapeln und in das vorwurfsvolle Fl\u00fcstern meiner Herbstfenster einstimmen. <br><br>Ich genie\u00dfe das erste mal seit Jahren wieder selbst gebackene Pl\u00e4tzchen. Und sie sind sogar richtig gut geworden.  Au\u00dferdem hat Aldi einen neuen wei\u00dfen Gl\u00fchwein, der fantastisch schmeckt. <br><em>Aber&#8230;<\/em>eigentlich wollte ich dieses Jahr doch bewusst Fasten, um Raum f\u00fcr Jesus zu schaffen. Das habe ich nicht vergessen, ich habe es nur einfach nicht geschafft. Es war mir dann unterm Strich doch nicht wichtig genug. Die Lust auf S\u00fc\u00dfes und Gl\u00fchwein war st\u00e4rker. <br><br>Ich k\u00f6nnte erz\u00e4hlen, dass ich gesundes Essens liebevoll gekocht habe. Um dann doch Fertigpizza zu essen.  <br>Von Gebetsspazierg\u00e4ngen bei denen mein Kopf heimlich Probleme w\u00e4lzte, statt sie mit Jesus zu teilen. <br>Dass ich den Blogbeitrag am Dienstag geschrieben und ver\u00f6ffentlicht habe. Aber halt Sp\u00e4tabends, wenn es keiner mehr liest und nicht Morgens wie sonst. <\/p>\n\n\n\n<p>Das klingt alles sehr nach Perfektionismus. Ich glaube der schwingt auch mit. Aber gleichzeitig ist es auch einfach die Sehnsucht nach Ordnung und Halt. Nach dem Wissen, verantwortungsvoll zu handeln. Den Raum zu gestalten, der mir anvertraut wurde. Und der stille Wunsch Gott zu zeigen, dass er sich auf mich verlassen kann und ich meinen Teil zu dem gro\u00dfen Plan beisteuere. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch dann f\u00e4llt mir wieder ein, dass Weihnachten ist: der kleine Junge in der Krippe. Gott kommt vom Himmel herunter, um uns nah zu sein. Nicht wir kommen zu ihm, er kommt zu uns. Er erniedrigt sich, wird klein, um bei uns zu sein. Weil wir es nicht schaffen zu ihm zu kommen, egal wie diszipliniert wir es versuchen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich entt\u00e4usche Menschen, mich und Gott, auch wenn ich das nicht will. Gott kommt trotzdem. Er hat mich zuerst geliebt. Ich bin so dankbar f\u00fcr Weihnachten. Auch f\u00fcr dieses konfuse und unsichere Coronaweihnachten. Auch mit meinen komischen Gef\u00fchlen. Auch mit den Stimmen im Kopf, die mir sagen, dass es nicht reicht, was ich tue. Es muss auch nicht reichen. Das f\u00fchlt sich schlimm an, ist es aber gar nicht. Jesus reicht. Und er liebt mich. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Herbstfenster putze ich morgen trotzdem. Hoffentlich. <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Baum steht. Viel fr\u00fcher als in den letzten Jahren. Ich habe mir Zeit genommen f\u00fcr&#8217;s Schm\u00fccken. Es gab Weihnachtsmusik und Tee dazu. Ich finde den Baum wundersch\u00f6n und genie\u00dfe es, mich Abends vor ihn zu setzen.Aber&#8230;oft sitze ich mit einem schwirrenden Kopf oder schlicht mit dem Handy hier. Starre in&#8217;s Leere oder auf das Display, was irgendwie fast das gleiche ist. Und obwohl es mich nervt, bin ich doch oft unf\u00e4hig es zu \u00e4ndern. Die Weihnachtsdeko ist aussortiert und es stehen nur noch die Sachen, die ich auch gerne habe. Gr\u00f6\u00dftenteils stammt es von meinen und unseren Eltern oder (Ur)Gro\u00dfeltern. Das macht mich gl\u00fccklich. Was ich nicht mehr brauche, konnte ich verschenken und freue mich nun riesig dar\u00fcber, dass sich andere dran freuen. Aber&#8230;ich habe es noch immer nicht geschafft die Fenster zu putzen und von den Herbst-Kreide-Bildern zu befreien. Neben dem Weihnachtsbaum h\u00e4ngt der Herbstkranz. Es st\u00f6rt mich. Nicht der Kranz selbst, aber das was er f\u00fcr mich bedeutet. Er ist ein Zeichen, dass ich etwas begonnen und nicht fertig gemacht habe. Aufgeh\u00f6rt oder abgelenkt. Wie bei so vielem in meinem Leben. Die meisten Abende habe ich um oder sogar vor 18 Uhr Schluss gemacht, um Zeit f\u00fcr mich zu haben. Aber&#8230;oft verpuffte diese Zeit irgendwo zwischen YouTube und Pinterest. Und es blieben Sachen liegen. Sachen, die sich nun auf meinem Schreibtisch stapeln und in das vorwurfsvolle Fl\u00fcstern meiner Herbstfenster einstimmen. Ich genie\u00dfe das erste mal seit Jahren wieder selbst gebackene Pl\u00e4tzchen. Und sie sind sogar richtig gut geworden. Au\u00dferdem hat Aldi einen neuen wei\u00dfen Gl\u00fchwein, der fantastisch schmeckt. Aber&#8230;eigentlich wollte ich dieses Jahr doch bewusst Fasten, um Raum f\u00fcr Jesus zu schaffen. Das habe ich nicht vergessen, ich habe es nur einfach nicht geschafft. Es war mir dann unterm Strich doch nicht wichtig genug. Die Lust auf S\u00fc\u00dfes und Gl\u00fchwein war st\u00e4rker. Ich k\u00f6nnte erz\u00e4hlen, dass ich gesundes Essens liebevoll gekocht habe. Um dann doch Fertigpizza zu essen. Von Gebetsspazierg\u00e4ngen bei denen mein Kopf heimlich Probleme w\u00e4lzte, statt sie mit Jesus zu teilen. Dass ich den Blogbeitrag am Dienstag geschrieben und ver\u00f6ffentlicht habe. Aber halt Sp\u00e4tabends, wenn es keiner mehr liest und nicht Morgens wie sonst. Das klingt alles sehr nach Perfektionismus. Ich glaube der schwingt auch mit. Aber gleichzeitig ist es auch einfach die Sehnsucht nach Ordnung und Halt. Nach dem Wissen, verantwortungsvoll zu handeln. Den Raum zu gestalten, der mir anvertraut wurde. Und der stille Wunsch Gott zu zeigen, dass er sich auf mich verlassen kann und ich meinen Teil zu dem gro\u00dfen Plan beisteuere. Doch dann f\u00e4llt mir wieder ein, dass Weihnachten ist: der kleine Junge in der Krippe. Gott kommt vom Himmel herunter, um uns nah zu sein. Nicht wir kommen zu ihm, er kommt zu uns. Er erniedrigt sich, wird klein, um bei uns zu sein. Weil wir es nicht schaffen zu ihm zu kommen, egal wie diszipliniert wir es versuchen. Ich entt\u00e4usche Menschen, mich und Gott, auch wenn ich das nicht will. Gott kommt trotzdem. Er hat mich zuerst geliebt. Ich bin so dankbar f\u00fcr Weihnachten. 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