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Samstag, 15 Dezember 2018 00:00

7 Thesen

Das fünfzehnte Türchen

Im Gespräch mit Menschen fällt mir immer wieder auf, dass viele von uns an den gleichen oder zumindest ähnlichen Fronten kämpfen.
Eine Bekannte hatte für sich Lebensthesen aufgeschrieben um an ihren Fronten etwas mehr Klarheit zu schaffen. (Wenigstens theoretisch, die Praxis braucht ja meistens einige Zeit, bis sie nachzieht.) Die Bekannte hat ihre Thesen mit mir geteilt. Und auch wenn ich mich nicht in allen Punkten wieder gefunden habe, sind mir ihre klaren Sätze doch sehr wertvoll geworden. Es war heilsam sie zu lesen. Also habe ich sie mir als Grundlage genommen um meine eigenen Thesen zu schreiben. Und heute teile ich sie mit euch. Vielleicht können sie der ein oder anderen zum Segen werden. Oder zur Grundlage für eigene Thesen.

Ich stehe nicht unter der Beurteilung durch Menschen. Ich bin nicht Menschen verpflichtet, sondern allein Gott. Mir ist wichtig, was Jesus über mich denkt und über das was ich tue. Was er möchte, das will ich tun. Ich werde mich nicht von Menschen einschüchtern oder mich von ihrer Bewertung abhängig machen. Ich bin frei.

Ich muss nicht perfekt sein. Kein Mensch in der Bibel war perfekt und Gott schreibt trotzdem seine Geschichte. Auch ich muss nicht perfekt sein, damit Gott mit mir Geschichte schreiben kann. Es genügt völlig, wenn ich Gott zur Verfügung stehe. Mit dem Wenigen, das ich habe.

Ich werde gesehen. Gott sieht meine Freude und er sieht auch mein Leid, meine Zweifel und meine Fragen. Er sieht nicht weg und es ist ihm auch nicht egal.

Ich kann es mir leisten wertschätzend zu sein. Nach mir wird gesehen und ich bin um meiner selbst Willen geliebt. Daher kann ich es mir leisten anderen gegenüber aufmerksam zu sein und ihnen mit Wertschätzung entgegen zu treten.

Ich bin einmalig, vergleichen ist daher sinnlos. Ich muss mich nicht mit anderen vergleichen. Ich bin genug, so wie ich bin. Ich bin wertvoll und begabt. Wenn andere Menschen Gaben haben, dann kann ich es mir leisten, mich mit ihnen zu freuen. Ich muss nicht neidisch sein und mich auch nicht klein fühlen.

Ich muss nicht alle Antworten kennen. Weder in meinem Leben, noch in meiner Gemeinde, noch bei Fragen von Freunden, mit denen ich konfrontiert werde. Ich muss weder eine Lösung für jedes Problem anbieten können, noch muss ich immer Trost spenden können. Allein Jesus kann das, es ist seine Aufgabe. Ich kann Zuhören und manchmal einen Teil des Weges begleiten. Das ist meine Aufgabe.

Ich darf mich um mich selbst kümmern. Ich darf Pause machen und ich definiere selbst was Pause ist. Ich darf einmal die Woche einen freien Tag machen. Das ist biblisch und hat nichts mit Faulheit zu tun. Ich muss mich an diesem Tag mit niemandem treffen, wenn ich das nicht möchte. Auch nicht mit guten Freunden. Ich muss auf keine Feier gehen.
Ich darf schlafen, wenn ich müde bin. Das ist ein menschliches Bedürfnis und hat ebenfalls nichts mit Faulheit zu tun. Ps. 121,4.
Aber ich darf mich mit Menschen treffen, wenn mir danach ist. Ich darf raus gehen, feiern und ausgelassen sein. Das hat nichts mit Oberflächlichkeit zu tun, sondern mit Lebensfreude.